Devisenhandel
Euro büßt weiter an Boden ein

Die Teilnehmer an den Devisenmärkten bleiben sich treu: Negative Konjunkturnachrichten aus aller Welt nutzen sie für Dollar-Käufe. Am Montag sorgten BIP-Daten aus Japan für Kursgewinne der amerikanischen Währung. Der Euro fiel im Vergleich zum Greenback unter 1,28 Dollar zurück.

HB FRANKFURT. Der Euro-Kurs ist am Montag angesichts zunehmender Konjunkturängste gefallen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Nachmittag mit 1,2796 Dollar gehandelt, nachdem sie am Freitag noch bei 1,29 Dollar notiert hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,2765 (Freitag: 1,2823) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7834 (0,7798) Euro.

"Die an den Finanzmärkten wieder gestiegenen Konjunktursorgen haben den Euro belastet", sagte Devisenexpertin Antje Praefcke von der Commerzbank. Die Furcht, dass die bisher beschlossenen Konjunkturprogramme nicht ausreichen könnten, um die globale Rezession zu bremsen, hätten die US-Währung unterstützt. Verstärkt worden seien die Ängste durch die sehr schwachen Daten zum japanischen Bruttoinlandsprodukt (BIP). Wie die Regierung in Tokio am Montag nach vorläufigen Daten bekanntgab, sank die Wirtschaftsleistung zwischen Oktober und Dezember auf das Jahr gerechnet um 12,7 Prozent. "Das ist die schlimmste Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit", sagte Japans Wirtschaftsminister Kaoru Yosano. "Der Dollar bleibt daher als sicherer Hafen gefragt", erklärte Praefcke.

"Das Treffen der Finanzminister und Notenbank-Mitglieder der sieben wichtigsten Industriestaaten (G7) im Rom war aus Sicht der Devisenmärkte kaum von Bedeutung", sagte Praefcke. Die Abschlusserklärungen habe wenige Überraschungen geboten. Jedoch seien weder das schwache britische Pfund noch der starke japanische Yen in der Erklärung aufgetaucht. Dies habe das Pfund weiter belastet und den Yen gestützt.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89450 (0,88415) britische Pfund, 117,33 (117,59) japanische Yen und 1,4883 (1,4931) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 942,50 (935,50) Dollar gefixt. Der Kilobarren kostete 23 730 Euro (Freitag: 23 500 Euro).

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