Devisenhandel
Euro fällt auf Sieben-Monats-Tief

Der Euro hat sich am Dienstag nach dem kräftigen Kursrückgang vom Vortag unter der Marke von 1,46 Dollar eingependelt. Im frühen Handel kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,4 575 Dollar. Ein Dollar war 0,6 860 Euro wert.

HB FRANKFURT. Mit einem deutlichen Rückgang des Ölpreises hat der Dollar im frühen Geschäft am Dienstag weiter zugelegt. Der Euro fiel zur US-Währung bis auf 1,4516 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Februar. Belastet würde der Euro auch vom Beschluss der Europäischen Union, die Verhandlungen mit Russland über ein neues Partnerschaftsabkommen vorübergehend auszusetzen, hieß es von Händlern.

Der Ölpreis ging um mehr als sechs Dollar auf unter 110 Dollar je Barrel zurück. Börsianern zufolge breitete sich Erleichterung aus, dass der Hurrikan „Gustav“ die Ölanlagen im Golf von Mexiko weniger beschädigt hat als befürchtet.

Im Verlauf könnte Händlern zufolge der ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe in den USA für Handelsimpulse sorgen. Von Reuters befragte Analysten sagen für August eine unveränderte Stimmung in den 400 befragten Unternehmen voraus und erwarten den Index bei 50 Punkten. Der Bund-Future fiel um 13 Ticks auf 114,39 Zähler. Die zehnjährige Bundesanleihe rentierte mit 4,145 Prozent.

Das britische Pfund ist angesichts der schlechten Wirtschaftsaussichten in Großbritannien zum Euro so tief gesunken wie noch nie zuvor. Ein Pfund war am Montag nur noch 1,229 Euro wert - damit erreichte die britische Währung ihr Rekordtief seit der Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung im Jahr 1999. Umgekehrt bekommt man nun für einen Euro 0,811 Pfund, so viel wie noch nie zuvor. Der Absturz kam auch, nachdem Finanzminister Alistair Darling am Wochenende eingeräumt hatte, dass das wirtschaftliche Umfeld im Land so schlecht sei wie seit 60 Jahren nicht mehr.

Gegenüber dem Dollar rutschte das Pfund ebenfalls ab und war im Londoner Handel nur noch 1,801 Dollar wert. Das ist der tiefste Stand seit zwei Jahren. Mark O"Sullivan vom Devisenhändler Currencies Direct sagte, es sei möglich, dass das Pfund noch weiter auf 1,20 Euro falle. Von dem Verfall könne nur der Exportsektor ein wenig profitieren, der im Vereinten Königreich jedoch relativ schmal ist.

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