Devisenhandel
Euro fällt leicht

Der Euro ist am Mittwoch vor wichtigen geldpolitischen Entscheidungen im Währungsraum leicht gesunken. Experten erwarten für Donnerstag ein klares Signal von der EZB.
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FrankfurtTrotz zahlreicher Konjunkturdaten hielt sich der Euro bis zum Nachmittag in einer vergleichsweise engen Handelsspanne über der Marke von 1,36 Dollar und wurde zuletzt bei 1,3611 Dollar gehandelt. Gegen Mittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,3627 (Dienstag: 1,3645) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7338 (0,7329) Euro.

Die für Donnerstag angesetzten Beschlüsse der EZB sind das alles überlagernde Thema am Devisenmarkt. Mit Spannung erwarten Anleger, welche Maßnahmen die Währungshüter im Kampf gegen die schwache Inflation und das magere Wachstum in der Eurozone ergreifen werden. Für Experten gilt eine Zinssenkung unter das aktuelle Rekordtief von 0,25 Prozent als ausgemachte Sache. Spannend wird es hingegen bei der Frage, welche geldpolitischen Maßnahmen darüber hinaus beschlossen werden.

„Welches Ausmaß die expansiven Maßnahmen annehmen werden, bleibt nach wie vor unsicher“, so die Expertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank. Vor diesem Hintergrund fehle dem Handel zur Wochenmitte etwas der Elan. Selbst die normalerweise stark beachteten Daten zur Stimmung europäischer Einkaufsmanager rückten in den Hintergrund. Die Stimmung in den Führungsetagen deutet weiter auf eine konjunkturelle Erholung in der Eurozone hin. „Doch wenngleich die Eurozone die beste Entwicklung seit drei Jahren vollzieht, verläuft die Erholung ungleichmäßig, stockend und glanzlos“, kommentierte Chris Williamson, Chefökonom des britischen Forschungsinstituts Markit.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,81300 (0,81470) britische Pfund, 139,78 (139,64) japanische Yen und 1,2204 (1,2216) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 1245,25 (1242,75) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 28 950,00 (28 920,00) Euro

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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