Devisenhandel
Euro fällt unter 1,35-Dollar-Marke

Der Dollar hat sich zum Wochenauftakt in einem technisch geprägten Geschäft etwas erholt. „Der Handel generell läuft ruhig, und was wir hier an Bewegung sehen, ist hauptsächlich durch automatisch generierte Orders ausgelöst“, sagte ein Händler.

HB FRANKFURT. Der Euro fiel bis auf 1,3437 Dollar, nachdem er im frühen Geschäft noch um 1,3528 Dollar gehandelt worden war. Der Euro hatte zuletzt vor allem wegen Spekulationen auf weiter steigende Zinsen in der Euro-Zone Rückenwind erhalten und war vor drei Wochen auf ein Rekordhoch von 1,3682 Dollar gestiegen. Die US-Währung war zusätzlich unter Druck geraten, weil viele Experten wegen des gedämpften Wirtschaftswachstums auf eine baldige Zinssenkung der US-Notenbank (Fed) gesetzt hatten. Nach zuletzt unerwartet robusten US-Daten ebbten diese Spekulationen aber wieder ab. Im Lauf der Woche sollen unter anderem die Statistiken zu den Auftragseingängen für langlebige Güter und zum Eigenheimabsatz neue Hinweise zur Entwicklung der weltgrößten Volkswirtschaft liefern. Aus der Euro-Zone werden die Geschäftsklimaindizes für Deutschland, Frankreich und Italien erwartet.

Der kanadische Dollar stieg zur US-Währung auf den höchsten Stand seit mehr als 30 Jahren, nachdem starke Konjunkturdaten die Erwartungen auf eine Zinsanhebung in dem nördlichen Nachbarland der USA angekurbelt hatten. Seit Mai 2006 liegt der Leitzins in Kanada bei 4,25 Prozent. Der US-Dollar fiel bis auf 1,0828 kanadische Dollar.

Zum japanischen Yen stieg der Euro auf ein Rekordhoch. Die Finanzminister der sieben größten Industrienationen und Russlands (G-8) hatten auf ihrem Treffen am Wochenende die Schwäche der japanischen Währung nicht thematisiert. Investoren nahmen dies als Freifahrtschein zur Fortsetzung ihrer so genannten Carry Trades. Bei diesen Geschäften werden Kredite in niedrig verzinsten Währungen wie dem Yen aufgenommen, um das Geld dann in höher verzinste Anlagen zu stecken. Der Euro notierte mit zeitweilig 163,94 Yen so hoch wie nie zuvor. Der US-Dollar tendierte um 121,50 Yen.

Die EZB legte den Euro-Referenzwert am Mittag mit 1,3444 (Freitag: 1,3477) Dollar fest. Im EuroFX-Referenzkursverfahren der Banken wurde der Wert mit 1,3447 (1,3471) Dollar ermittelt.

Aus dem Rentenmarkt zogen Investoren angesichts der steigenden Aktienkurse überwiegend Geld ab. Der richtungweisende Bund-Future lag 13 Ticks im Minus bei 112,79 Zählern. Die dem Kontrakt zugrunde liegende zehnjährige Bundesanleihe rentierte mit 4,320 Prozent. Die von der Bundesbank berechnete Umlaufrendite stieg auf 4,35 (4,34) Prozent. Der Rex-Rentenindex lag 0,01 Prozent im Minus bei 114,7164 Stellen.

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