Devisenhandel
Euro fällt unter 1,36 Dollar

Steigende Risikoscheu der Anleger hat am Mittwoch den Euro belastet und unter die Marke von 1,36 Dollar gedrückt. Dabei wirkten sich indirekte Effekte aus, die aus einem kräftigen Anstieg des Yen resultierten, was den Euro zeitweise bis auf 1,3570 Dollar drückte.

rtr FRANKFURT. Anleger lösten in großem Stil Spekulationsgeschäfte zu Lasten des Yen auf und trieben damit den Kurs der asiatischen Leitwährung nach oben. Sie stieg zum Euro auf 157 Yen, zum Dollar auf 115,60 Yen. Auslöser für den Yen-Anstieg waren Äußerungen des Vize-Finanzministers Japans, Hiroshi Watanabe. Dieser hatte gesagt, die Regierung beobachte sehr sorgfältig, ob die US-Hypothekenkrise Schäden in Japan nach sich ziehe.

„Fakt ist, dass die Risikoaversion der Anleger wieder zugenommen hat und eben auch den Euro belastet“, sagte ein Händler. Außerdem seien viele Anleger unschlüssig, wie der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag ausfallen wird. „Es gibt gute Gründe, mit der Straffung der Geldpolitik weiter zu machen, und es gibt auch genauso gute Gründe, die Zinserhöhung, die ja eigentlich längst beschlossene Sache schien, um einen oder zwei Monate zu verschieben“, sagte ein Devisenanalyst. Derzeit liegt der Schlüsselzins für die Versorgung der Kreditwirtschaft in der Euro-Zone bei vier Prozent. Die EZB hatte unlängst angedeutet, wegen der jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten möglicherweise im September auf eine Erhöhung um 25 Basispunkte zu verzichten, sich aber alle Optionen offen gehalten.

Die EZB setzte den Referenzkurs für die Gemeinschaftswährung auf 1,3588 (Dienstag: 1,3580) Dollar fest. Im Referenzkursverfahren der Banken EuroFX stieg der Kurs der Gemeinschaftswährung auf 1,3588 (1,3581) Dollar.

Am Rentenmarkt profitierte der Bund-Future von der zurückgekehrten Risikoabneigung vieler Investoren und stieg um bis zu 30 Ticks auf 113,71 Punkte. Staatspapiere gelten in unsicheren Zeiten als krisensicheres Investment. Die Rendite der dem Bund-Future zugrunde liegenden zehnjährigen Bundesanleihe fiel auf 4,246 Prozent.

Die von der Bundesbank täglich berechnete Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere stieg auf 4,28 (4,25) Prozent. Der Rentenindex Rex tendierte kaum verändert bei 115,27 Zählern.

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