Devisenhandel
Euro fällt unter 1,40 Dollar

Nach zwei Wochen mit kräftigen Kursgewinnen hat der Euro-Kurs stark korrigiert. Seit Donnerstagabend ging es im Vergleich zum US-Dollar fast sieben Cents abwärts. Nach Meinung von Experten der UBS und Barclays stehen dem Euro weitere Kursverluste bevor.

HB FRANKFURT. Nach der Stärke der vergangenen Tage hat der Euro gegenüber dem Dollar deutlich nachgegeben. Die Schwäche in der europäischen Gemeinschaftswährung setzte am Donnerstag im späten Handel ein, nachdem die Europäische Zentralbank mitgeteilt hatte, ihren Zinskorridor im kommenden Jahr wieder auf 200 Basispunkte ausweiten. Wie die EZB nach einer Sitzung des erweiterten Rats mitteilte, liegt der Zinssatz der Einlagenfazilität ab 21. Januar wieder um 100 Basispunkte unterhalb des Leitzinses und der Zinssatz der Spitzenrefinanzierungsfazilität um 100 Basispunkte darüber.

Der Euro war am Donnerstag zeitweise über 1,47 Dollar gestiegen, fiel am Freitag aber unter 1,40 Dollar. Analysten begründeten das starke Auf und Ab vor allem mit der geringen Liquidität im Markt, nachdem sich viele Marktteilnehmer vor dem Jahresende bereits aus dem Handel verabschiedet haben. Geringe Umsätze begünstigen in der Regel starke Kursschwankungen.

Nach Meinung von Experten der UBS und Barclays wird sich die Euro-Stärke - in den vergangenen zwei Wochen ist der Kurs um bis zu 20 Cent gestiegen - in Kürze umkehren. Der Euro werde in den kommenden drei Monaten rund zehn Prozent gegenüber dem Dollar verlieren, prognostizieren die Analysten der Banken. Grund seien das Bedürfnis nach Sicherheit sowie die wirtschaftliche Schwäche in Europa. Die UBS erwartet zudem, dass die EZB dem Beispiel der Fed folgen und die Leitzinsen weiter senken wird und sieht das Kursziel für den Euro daher bei 1,25 Dollar je Euro.

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