Devisenhandel
Euro knackt erstmals die 1,40-Dollar-Marke

Der Kurs des Euro ist am Donnerstag zum ersten Mal seit seiner Einführung über die Marke von 1,40 Dollar gestiegen. Im Vormittagshandel kletterte die europäische Gemeinschaftswährung auf bis zu 1,4017 Dollar, nachdem sie im frühen Handel noch bei 1,3980 Dollar notierte.

HB FRANKFURT/M. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochmittag auf 1,3975 (Dienstag: 1,3867) Dollar festgesetzt. Am Mittwochabend hatte sich der Euro nahe seinem Rekordhoch seitwärts bewegt. Devisenhändlern zufolge erholte sich der Dollar nur schwerfällig von seinen nach der überraschend heftigen Zinssenkung der US-Notenbank markierten Tiefs.

Die technische Lage des Euro ist laut einem Analysten weiter freundlich. „Der Aufwärtstrend des Euro ist ungebrochen und kann in den kommenden Tagen noch immer bis zur Zone um 1,44/45 Dollar führen“, hieß es. Eine Unterstützung auf kurze Sicht liege bei 1,3920 Dollar, ein nächster Widerstand bei 1,4005 Dollar.

„Wir gehen von einem Test der 1,40er-Marke aus“, hatte Helaba-Analyst Ralf Umlauf noch Anfang der Woche gesagt. Nach dem Überspringen des Wertes sah er allerdings keinen beschleunigten Aufwärtstrend. „Es gibt dann wohl eher eine Konsolidierung um diesen Wert herum. „Wenn es aber weitere negative Konjunkturdaten in Europa gibt, dann sehe ich Erholungspotenzial für den Dollar.“

Am heutigen Donnerstag warten die Anleger mit Spannung auf Aussagen von Fed-Chef Ben Bernanke vor einem US-Kongressausschuss zur Lage auf den Finanzmärkten (16.00 MESZ).

Die US-Notenbank hatte am Dienstag den wichtigsten Leitzins um 50 Basispunkte auf 4,75 Prozent gesenkt, um die angespannten Kreditmärkte zu entlasten. Allerdings wird am Markt zunächst eine weitere Zinssenkung der Fed noch in diesem Jahr erwartet, wenn die Konjunkturdaten in der weltgrößten Volkswirtschaft weiter eine leichte Eintrübung des Wirtschaftsklimas signalisieren.

Zwölf von 18 an der Wall Street von Reuters befragte Händler rechnen mit einer Zinssenkung um 25 Basispunkte bereits im Oktober, die übrigen sechs erwarten diesen Schritt für Dezember. Sollte die Fed die Geldpolitik über die 25 Basispunkte hinaus lockern, begebe sie sich „eindeutig auf expansives Terrain“ und zeige damit, „dass deutliche Anzeichen für eine gravierende Abschwächung“ vorlägen, schreiben die Analysten der Deka Bank.

Das Pfund Sterling, das zuletzt zum Euro stark unter Druck gekommen war, könnte im Verlauf des Vormittags die britischen Einzelhandelsumsätze im August beeinflussen, hieß es am Devisenmarkt.

Die Feinunze Gold wurde im frühen Londoner Handel mit 722,60 Dollar gepreist nach einem Nachmittags-Fixing von 725,15 Dollar am Mittwoch.

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