Devisenhandel
Euro-Kurs erholt sich von Vortagesverlusten

Der Euro hat den Absturz unter die Marke von 1,25 Dollar vorerst verhindern können. Am Nachmittag lag die Gemeinschaftswährung mit 1,2565 Dollar etwas höher als am Vortag. Analysten begründen die Stabilisierung gegenüber der amerikanischen Währung mit enttäuschenden Arbeitsmarktzahlen aus den USA.

HB FRANKFURT/MAIN. Der Euro hat sich am Mittwoch leicht von teils deutlichen Verlusten an den Vortagen erholt. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,2565 Dollar, nachdem sie zuvor auf knapp 1,26 Dollar gestiegen war. Im frühen Handel hatte der Euro noch unter 1,25 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,2555 (Dienstag: 1,2615) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7927 (0,7939) Euro.

"Die Kurserholung beim Euro ist vor allem auf enttäuschende Zahlen vom amerikanischen Arbeitsmarkt zurückzuführen", sagte Devisenexperte Christian Melzer von der DekaBank. Nach Zahlen des Arbeitsmarkt- Dienstleisters Automatic Data Processing (ADP) ist die Beschäftigung im Privatsektor der USA erneut deutlich gesunken. Demnach sind im Februar fast 700 000 Stellen abgebaut worden. Zudem wurde der Stellenabbau für Januar um fast 100 000 Stellen höher als bislang ausgewiesen.

"Die Zahlen sind eine massive Enttäuschung, insbesondere mit Blick auf den am Freitag anstehenden offiziellen Arbeitsmarktbericht der Regierung", sagte Melzer. Eine negative Überraschung sei nicht auszuschließen. Am Arbeitsmarkt der Vereinigten Staaten sind die Spuren der schweren Rezession derzeit besonders sichtbar. Allein in den vergangenen drei Monaten wurden über 1,7 Mio. Stellen gestrichen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89020 (0,89575) britische Pfund, 124,67 (123,64) japanische Yen und 1,4782 (1,4826) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 908,50 (913,75) Dollar gefixt. Der Kilobarren kostete 23 420 (23 580) Euro.

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