Devisenhandel
Euro-Kurs gibt leicht nach – Zinsen im Blick

Mit leichten Kursverlusten startet der Euro in die Woche. Der Fokus der Anleger richtet sich bereits auf die Zinsentscheidungen von EZB und Bank of England am Donnerstag. Händler rechnen jeweils mit deutlichen Zinssenkungen.

HB FRANKFURT. Etwas leichter ist der Euro in die neue Handelswoche gestartet. Die Abwertung des chinesischen Yuan durch eine Absenkung des Wechselkursbandes hat am Morgen für kurze Belastung gesorgt. Mit rund 1,2678 Dollar notiert die Gemeinschaftswährung nur knapp unter dem Schlussstand vom Freitag.

Angesichts des Brückentages in den USA nach dem Feiertag "Thanksgiving" ist das Geschäft aber sehr ruhig gestartet. Aufgrund des mit großen Schritten nahenden Jahresultimos wird mit einem weiter ausdünnenden Geschäft gerechnet. Die Nachrichtenlage nach dem Wochenende sei als "dünn" einzustufen. Aus Europa stehen am Vormittag die Einkaufsmanager-Indices mit der zweiten Veröffentlichung auf der Agenda. Aus den USA stehen am Nachmittag die Bauausgaben Oktober wie der ISM-Index verarbeitendes Gewerbe November zur Veröffentlichung an. Im Zentrum des Interesses der Devisenmarktakteure dürften in der laufenden Woche die für Donnerstag avisierten Zinsentscheidung von Europäischer Zentralbank (EZB) und Bank of England (BoE) stehen.

Nach Ansicht von Devisenstratege Lutz Karpowitz von Commerzbank Corporates & Markets ist derzeit bereits eine geldpolitische Lockerung der EZB um 75 Basispunkte in den Wechselkurs des Euros eingepreist. Doch selbst wenn sich die Währungshüter um EZB-Präsident Jean-Claude Trichet nur für eine Leitzinssenkung um 50 Basispunkte entscheiden sollten, hält er das Aufwärtspotenzial der Gemeinschaftswährung für begrenzt: "Dass der Euro vor diesem Hintergrund nachhaltig über die Marke von 1,30 Dollar steigt, hielte ich nur dann für wahrscheinlich, wenn die Marktteilnehmer davon ausgehen, dass dies die letzte geldpolitische Lockerung der EZB in diesem Zyklus gewesen ist."

Im Kurs des Pfund Sterling sieht Karpowitz bereits eine Leitzinssenkung um 100 Basispunkte eingepreist. Allerdings werde selbst eine stärkere geldpolitische Lockerung das "Cable" nicht wie bei der vorangegangenen Zinssenkung der BoE auf Talfahrt schicken: "Der Grund für die heftigen Wechselkursverluste des Pfund Sterling im November war eher, dass die britische Notenbank mit ihrem Inflationsbericht Deflationsängste geweckt hat."

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