Devisenhandel
Euro peilt alte Rekordstände an

Der Euro ist am Mittwoch erstmals seit zwei Jahren über die Marke von 1,36 geklettert und hat sich damit weiter in Richtung seines Rekordhochs vorgearbeitet. Die Gemeinschaftswährung lag am Vormittag bei 1,3606 Dollar. Ende Dezember 2004 hatte der Euro ein Rekordhoch bei 1,3667 Dollar erreicht.

HB FRANKFURT. Börsianer erklärten den Anstieg der europäischen Währung mit Spekulationen auf Zinssenkungen in den USA und Zinserhöhungen in anderen Ländern wie etwa der Euro-Zone und Großbritannien. „Es ist offensichtlich, dass sich die US-Wirtschaft abflaut. Es scheint so, dass sich die Inflation etwas abschwächt. Die Fed ist auf dem Weg, die Zinsen zu senken, während andere Zentralbanken sich immer noch in einem Zinserhöhungszyklus befinden“, sagte Devisenstratege Johan Javeus von SEB Merchant Banking.

So hatte die EZB in der vergangenen Woche eine Zinserhöhung im Juni angedeutet. Javeus geht davon aus, dass der Euro demnächst auf ein neues Rekordhoch klettern wird.

Inflationsdaten aus Großbritannien hatten bereits am Dienstag Spekulationen über anstehende Zinserhöhungen angeheizt. Am Mittwoch erreichte das britische Pfund den höchsten Stand zum Dollar seit 22 Jahren. Am Vormittag notierte die britische Währung bei 2,0124 Dollar. Börsianer prognostizieren, dass die Bank of England im Mai den Leitzins um mindestens 25 Basispunkte auf 5,5 Prozent anheben wird. Damit läge der britische Leitzins über dem in den USA, der derzeit ebenfalls 5,25 Prozent beträgt. Im Verlauf des Tages wird das Protokoll der Notenbanksitzung der Bank of England von Anfang April veröffentlicht.

Die Spekulationen um sinkende Zinsen in den USA erhielten neue Nahrung durch Konjunkturdaten am Dienstag. Die US-Verbraucherpreise haben in der Kernrate weniger stark als erwartet zugelegt.

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