Devisenhandel
Euro rutscht unter 1,30 Dollar

Der Dollar zeigt vor dem Amtsantritt von Barack Obama Stärke. Hoffnungen auf Impulse durch den neuen Präsidenten drückten den Euro im Vergleich zur US-Währung unter 1,30 Dollar. Innerhalb eines Monats hat die europäische Gemeinschaftswährung damit knapp 15 Cent gegenüber dem Dollar verloren.

HB FRANKFURT. Der Euro hat seine Talfahrt fortgesetzt und ist am Dienstag zeitweise unter die Marke von 1,30 US-Dollar gesunken. Im frühen Handel fiel die europäische Gemeinschaftswährung zwischenzeitlich auf bis zu 1,2972 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit sechs Wochen. Mitte Dezember hatte der Euro noch bei fast 1,45 Dollar gelegen.

Ein Dollar war damit 0,7686 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag noch auf auf 1,3182 (Freitag: 1,3270) Dollar festgesetzt.

Im Euro-Raum stehen am Dienstag die ZEW-Konjunkturerwartungen im Fokus. Für das vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW/Mannheim) ermittelte Stimmungsbarometer wird mit einer leichten Aufhellung gerechnet. Die Einschätzung der Lage dürfte sich angesichts anhaltend schwacher Konjunkturdaten indes weiter eintrüben.

In den USA richtet sich der Blick vor allem auf die Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Barack Obama. Ein positiver "Obama-Effekt" könnte den Dollar tendenziell stützen, heißt es bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba).

Deutlich schwächer zeigte sich der Euro zum japanischen Yen. Die europäische Gemeinschaftswährung verlor mehr als einen Cent auf rund 117,50 Yen je Euro. Die japanische Währung zeigte auch gegenüber anderen Währungen Stärke. Im Vergleich zum britischen Pfund kletterte der Yen auf ein Rekordhoch unter 130 Yen je Pfund. Das Pfund befindet sich seit Monaten im Sinkflug. Die Sorge um neue Milliardenverluste im Bankensektor verstärkten den Abwärtsdruck zu Wochenbeginn.

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