Devisenhandel
Euro springt über 1,32-Dollar-Marke

Die unsichere Zukunft der angeschlagenen Hypothekenbank New Century und überraschend schwache Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten sorgen weiter für Druck auf den Dollar.

HB FRANKFURT. Der Euro schaffte am Dienstagnachmittag nach enttäuschenden Monatszahlen des US-Einzelhandels den Sprung über 1,32 Dollar und pendelte anschließend um 1,3215 Dollar. Zuvor war bekannt geworden, dass die Branche ihren Umsatz im Februar nur marginal steigern konnte. Ohne Berücksichtigung des auf die Autoindustrie entfallenden Teils ging der Konsum - die wichtigste Stütze der US-Volkswirtschaft - sogar leicht zurück. „Das hat den Dollar kräftig in die Knie gezwungen. Viele Anleger wurden aufgeschreckt“, sagte ein Devisenhändler in Frankfurt.

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs für den Euro am Nachmittag auf 1,3218 Dollar fest. Im Referenzkursverfahren der Banken EuroFX stieg der Kurs der Gemeinschaftswährung auf 1,3186 (1,3175) Dollar.

Die abnehmende Risikoneigung der Investoren sorgte auch für einen weiteren Anstieg des Yen zu Dollar und Euro . Am Nachmittag kostete ein Dollar 116,73 Yen, für einen Euro zahlten Devisenhändler 154,24 Yen. Offenbar würden wieder Carry Trades aufgelöst, sagten Frankfurter Händler. Die Spekulationsgeschäfte zu Lasten des Yen hatten in den zurückliegenden Monaten für Druck auf die asiatische Leitwährung gesorgt.

Die Korrektur an den Aktienmärkten in den vergangenen beiden Wochen hatte dann viele Anleger dazu veranlasst, ihre Positionen aufzulösen - der Yen war in der Folge kräftig gestiegen. „Angesichts der wieder zurückkehrenden Nervosität mit Blick auf den US-Immobilienmarkt, die Aktienmärkte und die Carry Tades dürfte das die weiteren Tage auch so weitergehen“, sagte Johan Javeaus von der SEB in Stockholm.

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