Devisenhandel
Euro stagniert über 1,25 Dollar

Nachdem die erhofften Impulse vom G20-Gipfel ausgeblieben sind, tritt der Euro im Vergleich zum Dollar auf der Stelle. Die nächste Bewegung wird Experten zufolge aber wohl erneut abwärts gehen.

HB FRANKFURT. Nachdem die um die Niederlande und Spanien erweiterte G20 bei ihrem Treffen am Wochenende weitgehend bei Absichtserklärungen geblieben ist, hat sich der Euro am Montagmorgen weitgehend unverändert gegenüber dem Dollar gezeigt. Der Wechselkurs schwankte zwischen 1,2550 und 1,2590 Dollar je Euro. "Das hat nicht unbedingt dazu beigetragen, die Risikofreude der Anleger zu erhöhen", sagt ein Devisenhändler. So ist bislang etwa noch völlig unklar, welche Institution die Einhaltung der angestrebten strengeren Regeln für den Finanzsektor überwachen soll.

"Die weltweiten Probleme sind so überwältigend, dass es eine ganze Zeit dauern wird, bis die Politik über die Feuerkraft verfügt, um gegen sie vorzugehen", sagt Stephen Jen, Global Head of Currency Research bei Morgan Stanley. "Die Trends der vergangenen Wochen werden daher wahrscheinlich anhalten. Und das bedeutet, dass der Greenback stärker werden wird."

Allerdings rechnen einige Marktteilnehmer damit, dass sich die unter anderem von geringen Volumina getriebene hohe Volatilität der Wechselkurse in den vergangenen Wochen in den kommenden Tagen wieder etwas legen dürfte. Viele große Akteure an den Devisenmärkten hatten sich wegen der anhaltenden Unsicherheit über die Auswirkungen der Finanzkrise zuletzt mit Positionierungen zurückgehalten, weshalb bereits kleinere Orders zu größeren Veränderungen der Wechselkurse geführt hatten. "Verglichen mit den vergangenen sechs Monaten sind wir jetzt wieder etwas mehr Risiko eingegangen", sagt etwa Thanos Papasavvas, Head of Currency Management bei Investec Asset Management.

Etwas schwächer verglichen mit dem Dollar zeigt sich beim Übergang vom asiatisch dominierten zum europäisch geprägten Devisenhandel der Yen bei Kursen um 97,20 Yen je Dollar. Nachdem in den vergangenen drei Monaten die Wirtschaftsleistung zum zweiten Mal in Folge gegenüber dem vorangegangenen Vierteljahr gesunken ist, befindet sich nun auch Japan in einer technischen Rezession.

Neue Impulse könnten dem Devisenhandel die am Nachmittag zur Bekanntgabe anstehenden US-Konjunkturdaten verleihen. Erwartet werden unter anderem der Empire-State-Index für November und die Industrieproduktion im Oktober

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