Devisenhandel
Eurokurs bleibt auf Rekordniveau

Die Akteure an den internationalen Devisenmärkten müssen weiter auf ein neues Rekordhoch des Euro warten. Die europäische Gemeinschaftswährung blieb zwar auch am Donnerstag in Sichtweite ihrer Ende 2004 aufgestellten Bestmarke von knapp 1,3670 Dollar, fiel allerdings aufgrund einer leichten Erholung des Dollars zeitweise bis auf 1,3588 Dollar zurück.

HB FRANKFURT. Frankfurter Händler zahlten am Nachmittag 1,3600 Dollar je Euro und damit mehr als einen halben Cent weniger als tags zuvor. Am Mittwoch war der Euro bis auf 1,3665 Dollar gestiegen und damit nur knapp an der Rekordmarke vorbeigeschrammt. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs für den Euro am Nachmittag auf 1,3596 Dollar fest. Im Referenzkursverfahren der Banken EuroFX gab der Euro von 1,3649 auf 1,3613 Dollar nach.

„Es ist letztlich nur eine Frage von Tagen“, sagte Volkswirt Rainer Sartoris von HSBC Trinkaus & Burkhardt. „Noch scheint sich der Markt davor zu drücken.“ Spätestens am Freitag könnte seiner Meinung nach ein neues Allzeithoch erreicht werden. „Dann steht die Veröffentlichung des Bruttoinlandsprodukts in den USA auf der Agenda der Investoren, und dies könnte der Anlass sein für neuen Druck auf den Dollar und umgekehrt Unterstützung für den Euro.“

Devisenspezialist Michael Klawitter von Dresdner Kleinwort glaubt ebenfalls an die Stärke des Euro: „Es gibt keinen Zweifel“, sagte er. „Wir haben schon lange prognostiziert, dass Euro/Dollar die Marke von 1,40 Dollar erreichen wird und wir könnten auch noch höhere Stände sehen.“ Zum japanischen Yen stieg der Euro am Donnerstag bei 162,47 Yen auf einen neuen Rekord.

Der Euro profitiert derzeit von Spekulationen auf sinkende Zinsen in den USA bei einer gleichzeitig erwarteten Straffung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank (EZB). Dieses Szenario gilt bei den meisten Experten als wahrscheinlich, da sich die Konjunktur in den USA merklich abkühlt. Die Wirtschaft in Europa brummt gleichzeitig - angeführt von Deutschland mit starken Wachstumsziffern. Beide Fakten dürften die beiden Zentralbanken diesseits und jenseits des Atlantiks zu gegenläufigen Zinsentscheidungen veranlassen, die dann bei steigenden Zinsen in Europa den Euro tendenziell stärken.

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