Devisenhandel
Eurokurs bleibt unter Druck

Der Devisenhandel ist zu Wochenbeginn nicht recht in Schwung gekommen. Nach den enttäuschenden US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag habe sich der Dollar aber widerstandsfähig gezeigt, sagten Händler. Eine Trendwende zugunsten der US-Währung sei aber nicht zu erwarten.

HB FRANKFURT. Da am Montag keine neuen Konjunkturdaten aus den USA anstanden, blieb das Geschäft relativ ruhig. Mit Kursen um 1,47 Dollar notierte der Euro etwa einen halben US-Cent unter dem Freitagsschluss.

„Die Anleger scheinen auf Orientierungssuche zu sein“, sagte HSBC-Volkswirt Thomas Amend. Einige nähmen ihre Kursgewinne vom Freitag mit. Zur japanischen Währung stieg der Dollar auf 109,60 Yen von 108,63 Yen am Freitag. „Der Dollar ist vergleichsweise stark in die Woche gestartet, aber ich denke nicht, dass sich das fortsetzen wird“, sagte ein Währungsstratege in Paris. Vor allem die Angst vor einer Rezession in den USA belastet derzeit die US-Währung. Allerdings vermuten einige Analysten, dass die US-Notenbank bei Zinssenkungen angesichts des Inflationsdrucks nur recht geringen Spielraum haben wird.

Aussagen von EZB-Chef Jean-Claude Trichet beim Treffen der Notenbanken der zehn führenden Industrieländer in Basel blieben ohne Auswirkungen auf die Kurse. Trichet erklärte, die Weltwirtschaft sei in guter Form, auch wenn die Risiken gestiegen seien. Trichet hält die Gefahr einer weltweit zunehmenden Teuerung aber nicht für gebannt. Analysten rechnen damit, dass der EZB-Chef am Donnerstag nach der Zinssitzung des EZB-Rates nochmals die Sorge vor höheren Inflationsraten bekräftigen und keine Signale für eine Zinssenkung geben wird. Alle 71 von Reuters befragten Analysten gehen davon aus, dass die EZB den Zinssatz bei vier Prozent belassen wird.

Den Referenzkurs für den Euro legte die EZB mit 1,4723 (Freitag 1,4727) Dollar fest. Im Referenzkursverfahren der Banken (EuroFX) fiel der Euro auf 1,4692 (1,4716) Dollar beziehungsweise auf 160,61 Yen von 161,05 Yen.

Am Rentenmarkt lag der Bund-Future unverändert bei 114,90 Zähler. Die dem Bund-Future zugrundeliegende zehnjährige Bundesanleihe rentierte bei 4,141 (Freitagsschluss 4,134) Prozent. Die von der Bundesbank täglich errechnete Umlaufrendite börsennotierter öffentlicher Anleihen fiel auf 4,11 Prozent von 4,14 Prozent. Der Rex-Rentenindex stieg um 0,2 Prozent auf 116,2300 Punkte.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%