Devisenhandel
Eurokurs fällt unter 1,32 Dollar

Der Kurs des Euro ist am Montag vor dem Amtsantritt des künftigen US-Präsidenten Barack Obama unter 1,32 Dollar gefallen. Eine Belastung für den Euro sehen Analysten derzeit in der Diskussion um die Bonität von Ländern wie Irland, Griechenland, Spanien und Italien.

dpa-afx FRANKFURT. Der Kurs des Euro ist am Montag vor dem Amtsantritt des künftigen US-Präsidenten Barack Obama unter 1,32 Dollar gefallen. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,3 135 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,3 182 (Freitag: 1,3 270) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7 586 (0,7 536) Euro. Marktbewegende Konjunkturdaten aus den USA stehen wegen des dortigen Feiertages "Martin Luther King Day" nicht an.

Die Analysten der HSH Nordbank rücken die bevorstehende Vereidigung von Obama in den Fokus. "Der Amtsbeginn sollte dem Dollar kurzfristig helfen", hieß es in einem aktuellen Kommentar. Auch das weitere Vorgehen der Regierungen bezüglich der Stabilisierung des Bankensektors dürfte Diskussionsthema bleiben. Die aktuelle Diskussion um die mögliche Gründung einer so genannten "Bad Bank" bleibe im Mittelpunkt und dürfte für die Währung des entsprechenden Landes, das sich zu einem solchen Schritt entschließt, ein kurzfristiger Pluspunkt sein. Allerdings seien die Risiken sehr groß.

Eine Belastung für den Euro sehen die Analysten derzeit in der Diskussion um die Bonität von Ländern wie Irland, Griechenland, Spanien und Italien. Gerade die Lage von Irland sei nach der Verstaatlichung der Anglo Irish Bank und mit der Befürchtung, dass der Staat im Falle eines Sturms auf die Spareinlagen gar nicht in der Lage wäre, die Einleger zu kompensieren, prekär. "Erstens sind die umfassenden Garantien für den Bankensektor offensichtlich nicht glaubwürdig und zweitens gefährdet die Bankenkrise die Zahlungsfähigkeit des Staates", schreibt die HSH Nordbank. Von diesem Punkt an sei die Frage, ob Irland im Euro-Verbund bleiben wird, nicht mehr weit.

Für die laufende Woche rechnet Analyst Ralf Umlauf von der Unicredit zwar mit schwachen europäischen Stimmungsindikatoren. Diese dürften seiner Ansicht nach den Euro aber nicht nachhaltig belasten, da die Erwartungshaltung weitgehend als realistisch einzustufen sei. Bereits am Dienstag stehen die ZEW-Konjunkturerwartungen auf der Agenda.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,90 470 (0,88 930) britische Pfund, 119,16 (120,11) japanische Yen und 1,4 812 (1,4 863) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 833,00 (833,75) Dollar gefixt.

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