Devisenhandel
Eurokurs klettert deutlich über 1,47-Dollar-Marke

dpa-afx FRANKFURT. Der Kurs des Euro hat am Freitag einen neuen historischen Höchststand zum Dollar markiert. Bereits in der Nacht zum Freitag kletterte die europäische Gemeinschaftswährung auf bis zu 1,4 737 Dollar, womit die alte Höchstmarke von 1,4 729 Dollar leicht übertroffen wurde. Am Freitagmorgen kostete der Euro noch 1,4 715 Dollar. Ein Dollar war damit 0,6 796 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Euro-Referenzkurs am Donnerstag noch auf 1,4 666 (Mittwoch: 1,4 722) Dollar festgesetzt.

Experten führten die neuerliche Schwäche des Dollar auf Bemerkungen von US-Notenbankchef Ben Bernanke vom Vortag zurück. Bernanke hatte am Donnerstag in einer Rede vor dem US-Kongress sowohl auf Abwärtsrisiken für die US-Konjunktur als auch auf Inflationsrisiken verwiesen. Insgesamt habe der Notenbankchef "die Tür für eine weitere Zinssenkung in den USA etwas weiter geöffnet", hieß es von der Commerzbank.

Auch die Ausführungen von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet vom Vortag nach der Zinsentscheidung der Euroraum-Notenbank hätten den Euro gestützt. Trichet hatte sich "besonders besorgt" über den jüngsten Inflationsanstieg im Währungsraum gezeigt, was laut Experten für eine anhaltende Neigung zu Zinserhöhungen seitens der EZB spricht. Zugleich hatte Trichet vor den negativen Folgen eines starken Euro gewarnt. Bereits 2004 hatte Trichet mehrfach mit verbalen Interventionen gegen die Euro-Aufwertung eingegriffen.

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