Devisenhandel
Eurokurs klettert zeitweise über 1,32 Dollar

Der Euro ist am Dienstagabend zum ersten Mal seit Mitte März 2005 über die Marke von 1,32 Dollar geklettert.

HB FRANKFURT/M. Nach einem Anstieg bis auf 1,3203 Dollar rutschte die europäische Gemeinschaftswährung später wieder auf einen Kurs von 1,3190 Dollar ab. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag noch auf 1,3147 (Montag: 1,3114) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete 0,7606 (0,7625) Euro.

Die im Handelsverlauf veröffentlichten US-Konjunkturdaten seien überwiegend enttäuschend ausgefallen, sagten Händler. Notenbankchef Ben Bernanke äußerte sich in einer Rede nicht wie von einigen Marktteilnehmern erwartet zum Dollarkurs.

„Nachdem der Euro/Dollar zu Wochenbeginn erst einmal eine Verschnaufpause eingelegt hat, stehen die Chancen angesichts der anstehenden Daten nicht schlecht, dass sich die Talfahrt des Greenback am Dienstag fortsetzt“, sagte Analystin Tomke Hansmann von der FXdirekt Bank. „Während die Wirtschaft der Euro-Zone brummt und die Europäische Zentralbank weiterhin an der Zinsschraube dreht, kühlt sich die US-Wirtschaft merklich ab und es mehren sich die Zeichen, dass die Federal Reserve Bank in ihrem aktuellen Zinsanhebungszyklus bereits am Ende angelangt ist.“

Die Aussicht auf weiter steigende Zinsen in der Euro-Zone waren Börsianern zufolge der Grund für die erneuten Kursgewinne des Euro zum Yen. Der japanische Leitzins liegt derzeit bei 0,25 Prozent und damit drei Prozentpunkte unter dem Niveau der Euro-Zone. Am Markt gilt außerdem als sicher, dass die EZB den Schlüsselsatz im Dezember um weitere 25 Basispunkte anheben wird.

Obwohl sich der Euro binnen Wochenfrist um rund drei US-Cent verteuert hat, bereitet die Aufwertung bislang offenbar kaum Kopfzerbrechen. Jürgen Thumann, Chef des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), betonte: „Ich bin optimistisch, dass wir auch mit einem noch stärkeren Euro über das Jahresende hinweg gut zurecht kommen werden.“ Der Industrie machten vor allem sprunghafte Kursveränderungen zu schaffen.

EZB-Ratsmitglied Nout Wellink äußerte sich ebenfalls gelassen über die aktuelle Euro-Aufwertung. „Die allgemeine Einschätzung ist die, dass der Wechselkurs - richtigerweise - die stärkere europäische Konjunktur widerspiegelt“, sagte Jeremy Hodges, Chef-Devisenhändler bei Lloyds TSB.


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