Devisenhandel
EZB-Zinspause schwächt den Euro weiter

Der Euro hat mit leichten Verlusten auf die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) reagiert, die Leitzinsen unverändert zu lassen. Die Gemeinschaftswährung fiel unter die Marke von 1,28 Dollar und gab auch im Vergleich zum britischen Pfund nach. Derweil setzt sich der Absturz des Rubels fort.

HB DÜSSELDORF. Das Festhalten an dem derzeitigen Zinsniveau durch die Europäische Zentralbank (EZB) bei zwei Prozent hat am Donnerstagnachmittag den Euro leicht zurückgeworfen. Die Gemeinschaftswährung kostete am Nachmittag 1,2789 Dollar nach 1,2850 Dollar im US-Geschäft am Vorabend. Die Aussagen von Notenbank-Chef Jean-Claude Trichet auf der anschließenden Pressekonferenz dagegen brachten keine neuen Impulse für den Euro.

Auch gegenüber dem Pfund Sterling gab der Euro nach und sank auf 87,60 Pence. Auch gegenüber dem Dollar legte die britische Währung zu und kostete 1,4608 Dollar. "Das Statement der Bank of England (BoE) klingt etwas optimistisch, dass es in der zweiten Jahreshälfte wieder bergauf geht", sagte Analystin Tomke Hansmann von FXdirekt.

Die BoE hatte ihren Leitzins um 50 Basispunkte auf den historisch niedrigen Wert von einem Prozent gesenkt. Die jüngsten Zinssenkungen sollten mit den finanzpolitischen Maßnahmen der Regierung in London, der jüngsten Pfund-Abwertung und fallenden Rohstoffpreisen zu einem Stimulus für die Wirtschaft beitragen, hieß es in der Erklärung.

Rubel rutscht auf Interventionsniveau

Die anhaltenden Abwertung des Rubel erreichte ein Niveau, für das die Moskauer Zentralbank Interventionen in Aussicht gestellt hatte. Erstmals mussten für einen Währungskorb aus Euro und Dollar mehr als 41 Rubel bezahlt werden. Die Notenbank in Moskau hatte angekündigt, dieses Niveau mit Hilfe von Interventionen und Zinsänderungen zu verteidigen. In der Spitze kostete der Korb 41,0037 Rubel.

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