Devisenhandel
Geringere Inflation drückt Euro

Der Euro dürfte sich nach Ansicht von Analysten in dieser Woche schwächer gegenüber dem Dollar entwickeln. Nachdem sich in der vergangenen Woche Anzeichen für nachlassenden Inflationsdruck zeigten, sehen Marktteilnehmer mehr Spielraum für die Europäische Zentralbank, in den kommenden Monaten die Leitzinsen zu senken.

FRANKFURT. So ist die Teuerung in Deutschland im September auf drei Prozent gesunken, nach noch 3,3 Prozent im Monat August. Auch schwache Konjunkturdaten dürften in diese Kerbe hauen: So erwarten Ökonomen beim heute veröffentlichten Konjunkturklima-Index für den Euroraum im September einen Rückgang auf 87,3 Punkte. Das wäre der niedrigste Wert seit November 2001.

Bei der am Donnerstag dieser Woche anstehenden EZB-Ratssitzung rechnen Volkswirte noch nicht mit einer Zinssenkung. Devisenstratege Brian Kim von der UBS sieht in nächster Zeit aber Spielraum für die EZB, ihre Einschätzung der Lage zu ändern. Entsprechend empfiehlt der Stratege, den Euro vor allem gegen Dollar zu verkaufen.

Am Freitag notierte die europäische Gemeinschaftswährung bei 1,4620 Dollar je Euro fast unverändert zum Dollar. Langfristig zeigen sich die Analysten von Allianz Dresdner Research sehr skeptisch für den Euro. Sie gehen davon aus, dass die Einheitswährung 2009 unter die Marke von 1,40 Dollar fällt.

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