Devisenhandel
Japanischer Yen zeigt Stärke

Keine Verschnaufpause für den Dollar. Zwar erholte sich die US-Währung im Vergleich zum Euro leicht von ihren Vortagesverlusten. Der Wechselkurs zum japanischen Yen fiel dagegen auf den tiefsten Stand seit achteinhalb Monaten.

HB DÜSSELDORF. Anleger am Devisenmarkt haben sich am Mittwoch vor allem für den japanischen Yen interessiert. Zeitweise stieg der Yen zum Dollar auf den höchsten Stand seit achteinhalb Monaten. "Da wird ausgetestet, ab wann die japanische Regierung interveniert", sagte ein Händler. "Es gab ja verschiedene Signale, wie sie zu einem starken Yen steht." Der japanische Finanzminister Hirohisa Fujii sagte am Mittwoch, noch beobachte er in Ruhe die Bewegungen am Devisenmarkt. Sollte es allerdings zu Unregelmäßigkeiten kommen, könne die Administration eingreifen. Ende September hatte Fujii gesagt, ein weltweiter Abwertungswettlauf sei zwar falsch, das bedeute aber nicht, dass die Regierung in Tokio den Anstieg des Yen außen vor lasse.

Im Verlauf bröckelten die Gewinne des Yen ab: Der Dollar fiel zwar zeitweise bis auf 88,02 nach 88,77 Yen am Dienstagabend, erholte sich bis zum Nachmittag aber auf 88,95 Yen. Für einen Euro wurden zuletzt wie schon im späten Vortagesgeschäft 130,64 Yen gezahlt.

Der Euro geriet unterdessen nach den jüngsten Gewinnen zum Dollar unter Druck. Die Gemeinschaftswährung wurde um 1,4680 Dollar gehandelt, nachdem sie am Morgen noch bis auf 1,4736 Dollar gestiegen war. "Das ist ein pures technisches Hin-und-Her-Geschiebe", sagte ein Händler. "Sobald man ein Plus im Buch stehen hat, will man das auch mitnehmen."

Dass die europäische Wirtschaft im zweiten Quartal noch um 0,2 Prozent geschrumpft ist, nahmen Investoren ohne nennenswerte Reaktion zur Kenntnis. Ebenso einen etwas höher als erwartet ausgefallenen Auftragseingang für die deutsche Industrie.

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