Devisenhandel
Massiver Verkaufsdruck bei Pfund Sterling

Der Euro hat im frühen Geschäft am Montag nachgegeben. Die Gemeinschaftswährung lag um 1,4640 Dollar nach 1,4675 Dollar im späten Geschäft am Freitag.

rtr FRANKFURT. "Die Rhetorik etlicher EZB-Ratsmitglieder, die letzte Woche eine strikte Inflationsorientierung und eine weiterhin straffe Geldpolitik der Europäischen Zentralbank angedeutet haben, wirkte offensichtlich nicht dauerhaft", schrieb Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann in einem Marktkommentar. Es sei vorstellbar, dass der Euro wieder unter 1,46 Dollar fällt. Wegen des Feiertags in den USA sei aber im Tagesverlauf ein ruhiges Geschäft zu erwarten.

Händlern zufolge lag die Aufmerksamkeit der Investoren mehr auf dem britischen Pfund, das zum Euro auf ein Rekordtief und zum Dollar auf den tiefsten Stand seit mehr als zwei Jahren fiel. Auslöser der massiven Verkäufe waren Händlern zufolge Äußerungen des britischen Finanzministers Alistair Darling in einem Zeitungsinterview, wonach die britische Wirtschaft möglicherweise in der schwersten Krise seit 60 Jahren steckt. Das Pfund Sterling gab bis auf 1,8005 Dollar nach und war damit so günstig wie seit April 2006 nicht mehr. Ein Euro war nach Reuters-Daten zeitweise 81,39 Pence wert und damit so viel wie noch nie seit Einführung der Gemeinschaftswährung.

Angesichts der Verluste am Aktienmarkt stieg die Nachfrage nach den als sicher geltenden Festverzinslichen. Der Bund-Future legte 48 Ticks auf 114,64 Zähler zu. Die zehnjährige Bundesanleihe rentierte mit 4,136 Prozent.

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