Devisenhandel
Schwache US-Immobiliendaten stützen den Dollar

Die Konjunkturzuversicht der Anleger hat am Dienstag durch Daten vom US-Immobilienmarkt einen Dämpfer erhalten. In Folge fiel der Euro wieder unter 1,36 Dollar.

HB FRANKFURT. "Es war die große Hoffnung im Markt, dass das Schlimmste inzwischen überstanden ist, aber ein eindeutiges Signal in diese Richtung haben die Zahlen nicht gegeben", sagte Analyst Lothar Hessler von HSBC Trinkaus. "Entsprechend stellt sich wieder Unsicherheit ein." Die Krise am US-Immobilienmarkt hat sich im April überraschend verschärft. Die Zahl der Wohnbaubeginne brach aufs Jahr hochgerechnet um 12,8 Prozent ein; einen niedrigeren Wert hat es seit Einführung der Statistik 1959 noch nicht gegeben. Auch die Zahl der Baugenehmigungen für Eigenheime fiel auf ein Rekordtief und gab damit keine Hinweise auf eine absehbare Besserung am Immobilienmarkt.

Der Euro gab in Reaktion bis auf 1,3575 Dollar nach. Bei Krisenstimmung ist die Gemeinschaftswährung seit Monaten unbeliebt, Anleger präferieren dann die liquidere US-Währung. Am Morgen hatte die Gemeinschaftswährung noch von einer unerwartet optimistischen Konjunktureinschätzung deutscher Finanzexperten profitiert und war bis auf 1,3655 Dollar gestiegen. Der mit 31,1 Zählern überraschend hohe Wert der ZEW-Erwartungskomponente sei ein gutes Vorzeichen für den Ifo-Index in der kommenden Woche, hieß es von Analysten.

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