Devisenhandel
Spaniens Herabstufung drückt auf die Märkte

Die Herabstufung Spaniens von Standard & Poor's hat auf den Finanzmärkten Eindruck gemacht. Der Euro verlor, die Renditen für Anleihen stiegen. Und die Pläne der japanischen Notenbank wurden durchkreuzt.
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Der Kurs des Euro ist nach der Herabstufung der Kreditwürdigkeit von Spanien durch die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) unter die Marke von 1,32 US-Dollar gefallen. Danach erholte sich die europäische Gemeinschaftswährung und wurde zuletzt knapp über 1,32 US-Dollar gehandelt. Ein Dollar war 0,7571 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,3215 (Mittwoch: 1,3206) Dollar festgesetzt.

Investoren reagierten mit Verkäufen spanischer Staatsanleihen auf das S&P-Urteil. Zehnjährige spanische Bonds rutschten um 1,16 Punkte auf 98,8 Punkte ab und rentierten damit wieder über der für die Refinanzierung kritischen Marke von sechs Prozent.
Die Ratingagentur hatte unter Verweis auf erhebliche Risiken für das Wirtschaftswachstum und den Haushalt die Kreditwürdigkeit Spaniens um zwei Stufen auf BBB-plus abgewertet. Den Ausblick setzte sie auf Negativ. „Diese Herunterstufung zeigt, dass die europäischen Regierungen immer noch damit kämpfen, ihre Haushalte in Ordnung zu bringen“, sagte Analyst Philippe Gijels von BNP Paribas Fortis. „Wir werden wohl weitere Downgrades anderer Ratingagenturen sehen.“ Die Märkte sollten sich auf weitere Negativ-Nachrichten einstellen. „Die Konsolidierungsphase an den Märkten wird noch ein Stück anhalten.“
Im Schlepptau der spanischen Anleihen wurden auch italienische Papiere wieder verstärkt mit spitzen Fingern angefasst. Die Rendite der zehnjährigen Bonds stieg auf 5,7 (spätes Vortagesgeschäft: 5,6) Prozent. Im Verlauf des Vormittags dürfte eine neuerliche Aufstockungen fünf- und zehnjähriger italienischer Anleihen in den Fokus rücken. Nach der Abstufung für Spanien wird diese Auktion nun noch skeptischer beäugt.

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