Devisenhandel
Strategen sehen kein Ende der Euro-Talfahrt

Der Kurs des Euro dürfte zum Dollar weiter nachgeben, nachdem er sich vergangene Woche noch 1,1 Prozent erholt hatte.

FRANKFURT. "Die Konjunkturprobleme in den USA und in Großbritannien sind allseits bekannt", sagt Devisenstratege Simon Derrick von der Bank of New York Mellon. "Jetzt schauen die Marktteilnehmer verstärkt in die Eurozone - und da zeigt sich eine Vielzahl von Problemen." Auf Monatssicht werde der Euro-Wechselkurs in den niedrigen 1,20-Dollar-Bereich sinken.

Die Aufmerksamkeit der Devisenhändler dürfte sich besonders auf die Zahlen zur Wirtschaftskraft des Euroraums konzentrieren, die am Freitag anstehen. Nach Ansicht von Ökonomen ist das kombinierte Bruttoinlandsprodukt im Schlussquartal 2008 um wahrscheinlich 1,3 Prozent geschrumpft. Dies wäre der dritte Rückgang in Folge und zudem ein sechsfach so großes Minus wie im Vorquartal. Druck auf den Euro dürfte zudem die Erwartung bringen, dass die EZB ihren Leitzins im März senken könnte, wie Notenbankchef Jean-Claude Trichet am Donnerstag bereits angedeutet hat.

Am Freitag zog der Euro nach schlechten Konjunkturnachrichten aus den USA um mehr als ein Prozent an auf 1,2950 Dollar und schaffte damit auf Wochensicht ein deutliches Plus. Die US-Arbeitslosenquote hatte im Januar auf ein 16-Jahreshoch erreicht.

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