Devisenhandel
US-Konjunkturdaten treiben den Euro an

HB FRANKFURT. Der Euro hat nach Bekanntgabe der jüngsten US-Konjunkturdaten deutlich zugelegt und ist über die Marke bei 1,36 US-Dollar geklettert. „Damit könnte die trendbestätigende Konsolidierung abgeschlossen und eine neue Aufwärtsbewegung gegenüber dem Dollar eingeleitet worden sein“, meint ein Marktteilnehmer.

Vor allem die Angaben zu den Bestandsimmobilien seien für die aktuelle Entwicklung verantwortlich, da sie deutlich stärker gesunken sind, als eigentlich erwartet. Der Abwärtstrend am US-Immobilienmarkt und die vereinzelt geäußerten Hoffnungen auf eine Stabilisierung seien zunächst vom Tisch. Bei 1,3 660 USD liege nun der nächste Widerstand.

Nach Ansicht eines Teilnehmers ist nach den Zahlen eine Bodenbildung am US-Immobilienmarkt noch immer nicht in Sicht. Das spiegele sich im Verbrauchervertrauen wider, wo sowohl die aktuelle Lage als auch die Erwartungskomponente zurück gekommen seien. Die Unsicherheit unter den Konsumenten wachse und damit die Gefahr für die gesamte Wirtschaft.

Am Dienstag hatte sich der Eurokurs im frühen Handel nahezu unverändert gezeigt. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1,3 565 Dollar gehandelt und damit in etwa auf dem Niveau des Vortags. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,3 557 (Freitag: 1,3 606) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7 376 (0,7 350) Euro.

Der Dollar hatte sich zum Wochenstart gegenüber dem Euro erholt. Nachdem der Greenback am Freitag auf ein 27-Monatstief gefallen war, sorgten technische Indikatoren am Montag für Vorsicht unter den Euro-Optimisten. Der relative Stärke-Index für die vergangenen 14 Tage stieg im Rahmen der jüngsten Kursentwicklung über die Marke von 70. Demnach wird eine Trendumkehr wahrscheinlicher.

Am Terminmarkt erreichten die Wetten auf die Euro-Rally ein neues Rekordvolumen. Auch dies ließ Devisenhändler mutmaßen, die Aufwärtsbewegung könne vor dem Ende stehen.

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