Devisenkurse
Markt will stärkeren Dollar

Der Euro zeigt sich am Mittag weiter schwach gegenüber dem Dollar. Das Währungsverhältnis spiegelt nach Ansicht von Beobachtern die unterschiedlichen Konjunkturerwartungen für die USA und Europa wider.

FRANKFURT. "Der Markt will derzeit einfach einen stärkeren Greenback haben", sagt ein Devisenhändler. Zwar sei die Gemeinschaftswährung nach den enttäuschenden Zahlen zu US-Arbeitsmarkt und-Konjunkturwachstum am Vortag stark gestiegen, "ab der Marke von 1,57 US-Dollar wollte aber plötzlich niemand mehr Euro kaufen".

Im asiatisch geprägten Devisenhandel sei dann bereits die Spekulation gespielt worden, die US-Notenbank könne im Rahmen ihrer geldpolitischen Sitzung in der kommenden Woche einen deutlichen Hinweis auf eine Leitzinserhöhung geben. "Darüber hinaus hat es den Anschein, dass einige Marktteilnehmer die nachlaufenden Konjunkturindikatoren zu Arbeitsmarkt und Wirtschaftswachstum nunmehr etwas schwächer gewichten. Höhere Bedeutung messen sie den Sentimentindikatoren mit Prognosecharakter bei, die für die USA zuletzt gar nicht so schlecht ausgefallen sind", sagt ein anderer Devisenhändler.

Offenbar gingen diese Marktakteure davon aus, dass der Euroraum nun erst in den Abschwung rutsche, während die konjunkturelle Schwäche in den USA womöglich bereits einen Boden gefunden habe. Daher werde die für den Nachmittag avisierte Kombination aus US-Arbeitsmarktbericht und ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe womöglich für kräftige Wechselkursbewegungen sorgen. "Fällt der Arbeitsmarktbericht mit einem Rückgang um beispielsweise "nur' 40 000 weniger schlecht als befürchtet aus und erfüllt der ISM-Index gleichzeitig die Erwartungen, könnte der Euro zunächst unter den Widerstand bei 1,5510 Dollar fallen und dann bis in den Bereich von 1,5430 Dollar durchrutschen", sagt der Marktteilnehmer. Widerstände für die Gemeinschaftswährung sieht er zunächst bei 1,5660 Dollar, anschließend bei 1,5700 Dollar.

Die Feinunze Gold kostet am Freitag zum Londoner Vormittag-Fixing 909,50 Dollar; am Vortag war sie zum Nachmittag-Fixing mit 918,00 Dollar festgestellt worden.

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