Devisenmärkte
Euro und Won zeigen breite Brust

Hoffnungen, die Irland-Krise werde glimpflich für ganz Europa ausgehen, stärken den Euro heute gegenüber Dollar und Yen. In Südkorea erfreuen stabile Konsumraten in den Kaufhäusern die Investoren.
  • 0

HB TOKIO. Eine Reise nach Irland bringt den Euro an den Devisenmärkten in eine stärkere Position. Offizielle von EU und dem Internationalen Währungsfonds sind auf dem Weg nach Dublin, um mit der irischen Regierung mögliche Hilfsmaßnahmen für das hochverschuldete Land zu besprechen. Anleger werten das offenbar als gutes Zeichen und investieren in den Euro.

Der Dollar dagegen rutschte ab. Investoren ließen sich offenbar von einem Bericht des Arbeitsministeriums abschrecken, dass die Zahl der Jobsuchenden in den USA in der letzten Woche um 6000 Personen gestiegen ist.

“Eine mögliche Rettungsaktion für Irland ist kurzzeitig eine gute Nachricht für die Risikostimmung“, sagte Tsutomu Soma, Währungshändler bei Okasan Securities in Tokio der Nachrichtenagentur Bloomberg. „Das dürfte zu einem Kauf des Euro und Verkäufen von Yen und Dollar führen.”

Der Euro stieg gegenüber dem Yen auf 112,92 Yen in Tokio gegenüber 112,55 Yen in New York gestern. Zum Dollar lag er bei 1,3553 Dollar nach 1,3482 Dollar am Vortag.Die US-Währung wiederum kletterte zum Yen auf 83,33 Yen gegenüber 83,18 Yen zuvor.

Nicht von Irland, aber von guten Verkäufen der großen Kaufhäuser wird zurzeit der südkoreanische Won getrieben. Die Währung konnte sich heute Vormittag von einem Siebenwochen-Tief erholen, nachdem die Verkaufszahlen der Department-Stores den größten Zuwachs verzeichnen konnten der letzten acht Monate. Dies wird als Zeichen gewertet, dass die schnell wachsende Wirtschaft des Landes intakt ist und das Vertrauen der Anleger hat. Der Won stieg zum Dollar um 0,5 Prozent auf 1,380,80 Won pro Dollar.

Kommentare zu " Devisenmärkte: Euro und Won zeigen breite Brust"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%