Devisenmärkte: EZB liebäugelt mit höheren Zinsen

Devisenmärkte
EZB liebäugelt mit höheren Zinsen

Die Niedrigzinszeiten könnten bald Vergangenheit sein: EZB-Direktoriumsmitglied Smaghi hält Zinserhöhungen in absehbarer Zukunft für möglich. Den Euro trieben die Gedankenspiele in die Höhe.
  • 0

Im Kampf gegen die Inflation steht die Europäische Zentralbank laut Direktoriumsmitglied Lorenzo Bini Smaghi Gewehr bei Fuß, die Zinsen künftig zu erhöhen. Da die Wirtschaft sich allmähliche erhole und der Druck auf die Inflation weltweit steige, müsse die EZB die Geldpolitik möglicherweise graduell korrigieren, sagte Bini Smaghi der Agentur Bloomberg. Bei Bedarf sei die Notenbank auch bereit, vorsorglich zu handeln.

Nach Smaghis Äußerungen zog der Euro an und stieg auf bis zu 1,3637 Dollar – 0,2 Prozent mehr als am Donnerstag. Am Vormittag hatte die europäische Gemeinschaftswährung noch schwächer notiert.

Gute Konjunkturdaten treiben auch das britische Pfund an: Die Währung verteuerte sich zum Euro um 0,2 Prozent und kostete damit 84 Pence je Euro. Gegenüber dem Dollar legte das Pfund sogar um 0,3 zu auf 1,6227 Dollar. Grund für den Anstieg waren ein Einzelhandelplus von 1,9 Prozent im Januar, Experten hatten mit einem weitaus geringerem Umsatzanstieg gerechnet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Devisenmärkte: EZB liebäugelt mit höheren Zinsen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%