Devisenmakt-Ausblick
Flaute in Japan bringt den Yen unter Druck

Der Yen leidet derzeit unter der massiven Eintrübung des Konjunkturausblicks in Japan. Strategen erwarten zunächst weitere Kursverluste.

FRANKFURT. Nach Ansicht von Boris Schlossberg vom Devisenbroker GFT Forex bröckelt wegen des Einbruchs wichtiger Daten wie Industrieproduktion und Export die Funktion des Yen als sicherer Hafen. Am Freitag fiel der Yen auf 90,56 je Dollar und steuerte auf den ersten Wochenverlust zum Greenback seit zwei Monaten zu. Zum Euro fiel die Währung 0,8 Prozent auf knapp 128 Yen. Die Konsumflaute in den USA dürfte dem Yen laut Fachleuten mittelfristig aber wieder Auftrieb zum Dollar geben.

Von der Schwäche des Dollar profitiert auch der Euro. Auf Wochensicht legte er bei ruhigem Handel um 0,3 Prozent zu und notierte bei knapp 1,41 Dollar. Bis Jahresende dürfte der Handel in den meisten Währungspaaren tendenziell von hoher Volatilität geprägt sein. Mangelnde Liquidität könne überproportionale Reaktionsmuster zur Folge haben, warnte Folker Hellmeyer von der Bremer Landesbank.

Der russische Rubel fiel am Freitag auf ein neues Rekordtief von 40 796 Euro. Die Moskauer Notenbank lässt die Landeswährung seit sechs Wochen abwerten, um den fallenden Ölpreis zu kompensieren. Seit Mitte Dezember hat der Rubel fast täglich neue historische Tiefs zum Euro erreicht.

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