Devisenmarkt-Ausblick
Euro steht kurzfristig unter Druck

Der Euro dürfte an den kommenden Tagen seine Abwärtsbewegung zum Dollar fortsetzen. Grund ist der Zinsausblick für die USA. Zudem könnte der Euro auch bei Zahlen aus der Euro-Region, die auf eine Abkühlung deuten, jederzeit weiter fallen. Der erste Test steht bereits am Montag an.

HB FRANKFURT. Der Euro dürfte an den kommenden Tagen seine Abwärtsbewegung zum Dollar fortsetzen. Grund ist der Zinsausblick für die USA: Sollte die Federal Reserve den Leitzins wie mehrheitlich erwartet tatsächlich nur noch einen viertel Prozentpunkt senken, würde dies die Attraktivität von US-Investments erhöhen und die Nachfrage nach dem Greenback antreiben. Die nächste Sitzung des Offenmarkt-Ausschusses ist für Mittwoch angesetzt.

Zudem könnte der Euro auch bei Zahlen aus der Euro-Region, die auf eine Abkühlung deuten, jederzeit weiter fallen, sagte Michael Klawitter, Währungsstratege bei Dresdner Kleinwort in Frankfurt. Der erste Test steht bereits heute an: Die Teuerung bei den deutschen Verbraucherpreisen hat sich Prognosen zufolge im April verlangsamt, was die Aussicht auf eine EZB-Leitzinssenkung bis Jahresende erhöhen würde. Am Freitag fiel der Euro 0,5 Prozent auf 1,5600 Dollar, das niedrigste Niveau seit drei Wochen.

Das Pfund Sterling verlor zum Dollar auf Wochensicht knapp 0,8 Prozent auf 1,9813 Dollar. Devisenexperten gehen auch hier von einer Fortsetzung des Trends aus. „Das makroökonomische Bild deutet auf Pfund-Schwäche zum Dollar hin“, sagte Jim McCormick, Leiter internationale Währungsstrategie bei Lehman Brothers in London. „Wir halten weiter Pfund-Verkaufspositionen.“

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