Devisenmarkt: „Das ist eine ziemliche Überraschung“

Devisenmarkt
„Das ist eine ziemliche Überraschung“

Der Yen drohte unter die 100-Dollar-Marke zu fallen. Doch der Kurs dreht und der Yen legt gegenüber dem Dollar sogar zu. Händler machen dafür eine Überraschung am Anleihemarkt verantwortlich.
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Sydney/TokioDer Euro war am Donnerstag etwas fester zum Dollar. Für einen Euro mussten 1,3077 Dollar gezahlt werden, 0,1 Prozent mehr als am Vortag.

Der Yen stoppte eine Abwärtsbewegung, welche die japanische Währung fast bis auf die Marke von 100 Yen je Dollar gedrückt hatte. Nach Verlusten auf bis zu 99,78 Yen je Dollar im Devisenhandel in der Nacht auf Donnerstag gewann die japanische Währung zum Dollar in der Spitze 0,4 Prozent und notierte zuletzt bei 99,65 Yen 0,1 Prozent höher. Gegenüber dem Euro war japanische Devise 0,1 Prozent fester bei 130,28 Yen je Euro. Rückenwind erhielt der Yen von einem technischen Indikator sowie der Nachricht, dass japanische Investoren offiziellen Daten zufolge ausländische Staatsanleihen verkauft haben.

„Es ist eine ziemliche Überraschung, dass japanische Investoren Nettoverkäufer von ausländischen Bonds sind”, sagte Sebastien Galy, Devisenstratege bei Société Générale SA in New York. „Die heutigen Gewinne des Yen könnten auf diese negative Überraschung zurückzuführen sein.”

Ein technischer Indikator signalisiert zudem, dass die jüngsten Verluste beim Yen überzeichnet waren. Der 14-Tages- Index der relativen Stärke des Yen zum Dollar lag den vierten Tag unter 30. Für einige Händler ist ein derartiges Niveau ein Signal, dass ein Vermögenswert zu stark und zu schnell gesunken ist. Zum Euro belief sich der Relative-Stärke-Index auf 28.

Der Schweizer Franken war zum Euro bei 1,2189 Franken kaum verändert. Gegenüber dem Dollar stieg die eidgenössische Währung um geringfügig auf 93,22 Rappen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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