Devisenmarkt
Die Geschichte vom maroden Dollar

Der Dollarpreis steigt. Das liegt vor allem am schwachen Euro. Früher oder später dürfte die Megaverschuldung der USA aber in den Fokus der Investoren rücken. Und dann rumst es, sagen Experten.
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Frankfurt/New YorkDas Drama um die Euro-Zone nimmt scheinbar kein Ende. Kein Wunder, dass sich weltweit Investoren aus der Gemeinschaftswährung zurückziehen. Allein zum Dollar verlor die Gemeinschaftswährung in der Spitze zehn Prozent an Wert.

Doch die Schwächen des Euros überlagern derzeit nur die Probleme des US-Dollars. Einige Experten rechnen schon bald mit einem Stimmungswandel am Devisenmarkt. Nicht, weil sie eine Verbesserung der Lage in Europa vorhersehen, sondern weil ihrer Meinung nach der Kapitalmarkt bald erkennen wird, wie schlecht die Situation in den USA tatsächlich ist.

"Wir erwarten eine seit langem überfällige Korrektur des Dollar-Wertes", sagt David Bloom, Leiter der Devisenanalyse bei HSBC. "In der Folge wird der Dollar gegenüber vielen Währungen verlieren - selbst gegenüber dem Euro." Der Kapitalmarkt werde in den kommenden Wochen und Monaten merken, dass die Lage in den USA auch alles andere als rosig ist. Die öffentliche Verschuldung galoppiert, und reihenweise gehen derzeit Kommunen in den USA pleite.

In das Blickfeld der Öffentlichkeit wird dies rücken, wenn man sich in Washington darüber streiten muss, wie man eine Rezession Anfang 2013 abwehren will. Bloom und seine Kollegen erwarten deshalb das Ende eines ehernen Gesetzes am Devisenmarkt. Bislang reagierten Anleger weltweit bei Krisen mit Dollar-Käufen, selbst wenn die Krise in den USA selbst stattfand. Dieser Automatismus - so Blooms These - wird im Angesicht der nun immer größer werdenden Probleme der USA enden.

Einer der Vorboten dieser Entwicklung: In den vergangenen sechs Wochen hat der US-Dollar gegenüber dem australischen Dollar knapp vier Prozent und gegenüber dem japanischen Yen knapp drei Prozent an Wert verloren. Gleichzeitig hat sich das Umtauschverhältnis von Yen und australischem Dollar kaum verändert. Die Devisenanalysten von HSBC ziehen daraus den Schluss, dass der US-Dollar schwächelt.

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Sie machen es, weil es alle so machen

Kommentare zu " Devisenmarkt: Die Geschichte vom maroden Dollar"

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  • Guten Tag;.... Ihre Rums-Experten,.... sind das die selben Blindgaenger die damals als der Dollar 3,40 DM stand;.... sagten er geht auf 5 DM. Es gab auch " Experten " die sagten der Dax geht auf 10.000 und der Dow auf 20.000,... Jedes Arschloch ist ein Experte wenn Ich Ihre Zeitung so lese;..... Oder ? Gute Nacht.

  • @JueFraFi
    Ich finde keine Rechtschreibfehler im Posting von Privatier. Der Stil ist geprägt vom einfachen Satzbau. Alles in allem ein Befriedigend.
    Sie haben starke Interpunktionschwierigkeiten und verwenden umgangssprachliche Wendungen. Leider würde ich nur zwischen Genügend und Ungenügend bewerten können, da drei Fehler bei genau 40 Wörtern eigentlich die Grenze zum Gut und Böse darstellt.
    Ja, ich habe eine universitäre 5-jährige-Deutschausbildung.
    Und ist es Ihre Profession, weil sie sich anmassen darüber zu richten? Ich bezweifle.

  • Privatier: nicht nur hapert es mit der Rechtschreibung (wie uebrigens bei rund der Haelfte aller Leser-Kommentare). Auch muss die Verschwoerung wieder herhalten fuer die Erklaerung, warum eines der duemmsten Konstrukte (EURO) abstuerzen muss.
    Erschreckend- soviel Unwissenheit/Grossmaeuligket bei Lesern des HB.

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