Devisenmarkt
Dollar legt zu trotz Rekorddefizit der US-Handelsbilanz

Das Rekorddefizit der US-Handelsbilanz hat Anleger am Dienstag nur kurzzeitig von Dollar-Käufen abgehalten. Der Kurs der US-Währung legte zum Euro sogar etwas zu. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,2678 Dollar und lag knapp unter dem Niveau des New Yorker Vortagesschlusses.

HB FRANKFURT. „Die Stimmung am Markt spricht derzeit für den Dollar, daher können ihm auch diese schlechten Zahlen kaum etwas anhaben“, sagte Analyst Rolf Schlausch von der FXdirekt Bank. „Ähnliches haben wir bereits in der Vergangenheit gesehen: Die US-Handelsbilanz hat in den letzten Jahren immer wieder enorme Defizite aufgewiesen. Trotzdem hatte der Dollar auch längere Phasen der Stärke.“

Das Defizit der US-Handelsbilanz wuchs im Juli auf 68,04 Mrd. Dollar von revidiert 64,82 Mrd. im Vormonat. Experten hatten lediglich mit einem Fehlbetrag von 65,5 Mrd. Dollar gerechnet. Am Vormittag hatte ein Angriff auf die US-Botschaft in der syrischen Hauptstadt Damaskus für Unruhe an den Devisenmärkten gesorgt. Bei einer Schießerei wurden syrischen Medien zufolge drei der vier Angreifer getötet, außerdem kam ein syrischer Sicherheitsmann ums Leben.

Vor dem Hintergrund des Angriffs auf die US-Botschaft hatte der Schweizer Franken, der in politischen Krisenzeiten als sicherer Anlagehafen gilt, zum Dollar leicht zugelegt. Bis zum Nachmittag stieg die US-Währung aber wieder und kostete 1,2492 Franken. Im Referenzkursverfahren EuroFX wurde der Kurs des Euro mit 1,2711 (Montag 1,2716) Dollar festgelegt. Die EZB ermittelte den Referenzkurs mit 1,2709 (1,2713) Dollar.

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