Devisenmarkt
Dollar schwächelt im frühen Handel

Der Dollar schwächelt am Mittwoch im frühen europäischen Handel auf breiter Front. Er verliert zu allen großen Währungen an Boden, nachdem er bereits im späten US- und im asiatischen Handel nachgegeben hatte.

HB FRANKFURT. Der Euro springt zum Greenback auf 1,1836 USD, nachdem er im asiatischen Handel bereits bis auf 1,1820 USD geklettert war. Grund für die Anämie des Dollar ist das Protokoll der US-Notenbank zur jüngsten Sitzung. Der Offenmarktausschuss (FOMC) der Federal Reserve hat sich in dem Bericht zwar erneut besorgt über die möglichen Auswirkungen der hohen Energiepreis auf die Kerninflation geäußert. Zugleich hat sie aber vorsichtig durchblicken lassen, dass sich der im Juni 2004 begonnene Zinserhöhungszyklus seinem Ende zuneigen könnte.

Die zurückliegende Dollar-Hausse sei vor allem der Aussicht auf kontinuierlich steigende Leitzinsen in den USA geschuldet gewesen, sagen marktbeobachter. Sollte sich diese Aussicht tatsächlich eintrüben, würde sich der Zinsunterschied zwischen dem Dollar- und dem Euroraum tendenziell einengen. Anlagen im Dollar-Raum würden damit vergleichsweise unattraktiver. „Eine Wende steht bevor“, meint aus technischer Sicht der Analyst Jürgen Meyer von der Landesbank Baden-Württemberg. Der Euro stehe vor einem Test der Hauptwiderstandslinie bei 1,1830 USD - aktuell liegt die Gemeinschaftswährung knapp darüber. Ein nachhaltiger Bruch sei unverändert das Startsignal für eine Rally in Richtung 1,1950/,12050 USD.

„Scheitern wir jedoch erneut an dieser Marke, so steht ein neuer Fall bis zu 1,1630 USD ins Haus“, ergänzt Meyer. Mit der zunehmend ins Positive drehenden Technik könnte der Durchbruch nach oben aber „in Kürze“ gelingen. Neue Indikationen, ob sich beim Euro/Dollar tatsächlich ein Trendbruch vollzieht, könnten am Nachmittag die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA und der Index des Verbrauchervertrauens der Uni Michigan bringen. Händler machen darauf aufmerksam, dass wegen des Feiertages „Thanksgiving“ in den USA am Devisenmarkt die Notierungen größere Schwankungen bei geringeren Volumina vollziehen könnten.

Aus Sicht des Pfund Sterling dürfte das Protokoll der Bank of England der jüngsten Sitzung am 9. und 10. November für neue Impulse sorgen, das gegen 10.30 MEZ veröffentlicht wird. Aktuell legt das Pfund zum Dollar zu. Die Feinunze Gold ist mit 491,55 USD in den Handel gegangen nach einem Nachmittags-Fixing am Dienstag von 492,60 USD.

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