Devisenmarkt
Euro-Gewinne schmelzen dahin

dpa-afx NEW YORK. Der Eurokurs hat im US-Handel am Donnerstag einen großen Teil seiner Gewinne nach dem Terroralarm in London wieder abgegeben. Die Gemeinschaftswährung kostete am Abend 1,2 795 Dollar, nachdem sie zwischenzeitlich bis auf 1,2 913 Dollar gestiegen war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,2 857 (Mittwoch: 1,2 879) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7 778 (0,7 765) Euro.

"Die Terroranschläge galten Flugzeugen auf dem Weg von Großbritannien zu US-Flughäfen - Pfund und Dollar wurden deshalb kurzzeitig belastet, wovon der Euro profitierte", sagte Devisenexperte Rainer Sartoris von HSBC Trinkaus & Burkhardt. "Der Markt ist aber schnell zur Tagesordnung zurückgekehrt."

Auch von schwächer als erwartet ausgefallenen amerikanischen Konjunkturdaten konnte der Euro nicht nachhaltig profitieren. "Der Euro schafft es nicht, sich über der Marke von 1,29 Dollar zu etablieren", sagte Sartoris. Das US-Handelsdefizit fiel im Juni höher als erwartet aus. Auch die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen in der abgelaufenen Woche stärker als erwartet.

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