Devisenmarkt
Euro legt gegenüber dem Dollar zu

Der Euro hat zum Wochenausklang gegenüber dem US-Dollar zugelegt. Große Aufregung gab es nach dem Euro-Finanzministertreffen zum dauerhaften Rettungsschirm für die Währung allerdings nicht.
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FrankfurtDer Euro hat am Freitag Kurs auf ein Ein-Monats-Hoch gegenüber dem Dollar genommen. In Kopenhagen haben die Finanzminister der Eurozone am heutigen Freitag die Brandmauer gegen die Euroraum-Krise gestärkt. Die Regierungen der Eurozone haben neue Mittel in Höhe von 500 Milliarden Euro für die Rettung der Gemeinschaftswährung bereitgestellt. Eine weitergehende Aufstockung der Brandmauer gegen die Krise wurde von einer Koalition unter deutscher Führung verhindert.

Unter Einbeziehung der 300 Milliarden Euro, die Griechenland, Irland und Portugal bereits zugeteilt bzw. zugesagt worden sind, umfasst der Rettungsschirm damit nach Angaben der Finanzminister der Eurozone jetzt 800 Milliarden Euro. „Die Finanzminister haben getan, was erwartet wurde“, erläuterte Brian Kim, Devisenstratege bei Royal Bank of Scotland Group Plc. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt 0,4 Prozent stärker bei 1,3351 Dollar gehandelt. Das vorläufige Tageshoch lag bei 1,3377 Dollar, das Tief bei 1,3294 Dollar. Am Donnerstag hatte der Euro 0,1 Prozent zum Dollar abgegeben.

„Ich bleibe ,bullish’ für den Euro“, sagte Noriaki Murao, Managing Director bei der Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ Ltd. in Tokio. Er denke nicht, dass plötzlich eine Situation wie bei Griechenland aufkommen werde, wo die Politiker gegen die Zeit anrennen mussten, fügte er an. Weitere Unterstützung brachten aktuelle Konjunkturdaten. In Deutschland ist der Einzelhandelsumsatz im Februar im Jahresvergleich unerwartet um 1,7 Prozent gestiegen. Die Erwartungen lagen bei einem Plus von 0,1 Prozent. Gegenüber dem Vormonat gab es unerwartet einen Rückgang um 1,1 Prozent. Hier war mit einem Anstieg von 1,1 Prozent gerechnet worden.

Der Yen war gegenüber dem Euro bei 109,67 Yen kaum verändert. Zum Dollar war die japanische Devise 0,4 Prozent stärker bei 82,16 Yen. Schub brachten Spekulationen auf Yen- Käufe zum Ende des japanischen Geschäftsjahres am 31. März. Japanische Unternehmen repatriieren um diese Zeit üblicherweise Auslandsgelder. Der Schweizer Franken war minimal fester zum Euro bei 1,2043 Franken und 0,5 Prozent fester zum Dollar bei 90,21 Rappen.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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