Devisenmarkt: Euro schwankt zwischen Plus und Minus

Devisenmarkt
Euro schwankt zwischen Plus und Minus

Erst rauf, dann runter: Der Euro kratzte an der Marke von 1,36 Dollar, fällt im Verlauf des Handelstages jedoch zurück. Der Grund sind Zahlen vom US-Häusermarkt, die die amerikanische Währung stützen.
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Frankfurt am MainNach dem Anstieg auf über 1,3570 Dollar ist der Euro nach positiv aufgenommenen Zahlen vom US-Häusermarkt unter Druck geraten. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zwischenzeitlich unter 1,35 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,3507 (Dienstag: 1,3510) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7403 (0,7402) Euro.

"Der Eurokurs ist im Nachmittagshandel nach positiv aufgenommenen US-Konjunkturdaten unter Druck geraten", sagte Rainer Sartoris Devisenexperte beim Bankhaus HSBC Trinkaus. Vor allem die überraschend deutlich gestiegenen Baubeginne in den USA hätten den Dollar gestützt. Die Schwäche am Häusermarkt der USA ist eine der wichtigsten Bremsen für die konjunkturelle Entwicklung in den USA.

Letztlich habe die im Januar überraschend gesunkene US-Industrieproduktion den Abwärtstrend beim Euro gestoppt. Allerdings sind die Zahlen laut Sartoris nicht so schlecht, da der Vormonatswert nach oben revidiert wurde.

"Die Ernennung von Jens Weidmann zum Bundesbankpräsidenten durch Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Devisenmarkt keine Rolle gespielt", sagte Sartoris. Diese Entscheidung habe sich bereits in den vergangenen Tagen abgezeichnet. Insgesamt habe sich der Euro weiter in der Handelsspanne der letzten Tage bewegt. Auch in den kommenden Tagen seien keine großen Kursausschläge zu erwarten.

Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84190 (0,83750) britische Pfund, 113,12 (113,21) japanische Yen und 1,3073 (1,3124) Schweizer Franken festgelegt. Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) Gold wurde in London am Nachmittag mit 1371,25 (1372,75) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 32 100,00 (32 110,00) Euro.

Unterstützung für den Schweizer Franken brachten Äußerungen des Schweizer Zentralbankchefs Philipp Hildebrand. In einem Interview mit der Zeitung L’Agefi signalisierte Hildebrand, die Schweizerische Nationalbank werde die Zinsen nicht auf Dauer unverändert halten.

Das britische Pfund legte zunächst mit der Aussicht auf eine anhaltend starke Inflation und entsprechenden Druck auf die Zentralbank, die Zinsen zu erhöhen, gegenüber dem Dollar zu. Am Vortag waren Daten veröffentlicht worden, die einen Preisanstieg von annualisiert vier Prozent für Januar zeigten. Ein überraschender Anstieg der Arbeitslosenzahlen für Januar brachte die britische Währung jedoch unter Druck. In ihrem am Vormittag veröffentlichten Quartalsbericht zur Inflation stellte die Bank of England ein Absinken der Inflationsrate unter ihren Zielwert von zwei Prozent innerhalb von zwei Jahren in Aussicht.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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