Devisenmarkt
Euro vor Fed-Entscheidung in Lauerstellung

Der Euro hält sich vor der Fed-Entscheidung über neue Anleihenkäufe hartnäckig über der Marke von 1,40 Dollar. Anleger am Devisenmarkt scheuen das Risiko, da das Volumen der neuen Stützungsaktion unklar ist.

HB FRANKFURT. Der Devisenmarkt hat am Mittwochmorgen die Schlappe von US-Präsident Barack Obama bei den US-Kongresswahlen schnell abgehakt. „Die Wahlen sind im Großen und Ganzen so ausgefallen, wie es erwartet worden war, und deshalb hat auch niemand darauf reagiert“, sagte ein Devisenhändler in Frankfurt. Der Euro pendelte um 1,4030 Dollar und damit in etwa auf dem Niveau des späten Vortagesgeschäfts.

Vor der am Abend erwarteten Fed-Entscheidung über ein neues Anleihenkaufprogramm wollten die Anleger kein Risiko eingehen - sie seien unsicher, was das Vorgehen der US-Notenbank angehe, sagten Händler. Wie viel Geld die US-Notenbank für weitere Staatsanleihenkäufe in die Hand nehmen wird, war die Frage, die Anleger am Mittwoch umtrieb.

Dass die Fed die Notenpresse erneut anwirft, gilt unter Analysten als ausgemachte Sache. Eingestellt ist der Markt nach Einschätzung von Händlern auf ein Volumen zwischen 500 bis 700 Milliarden Dollar. Eine höhere Summe könnte nach Einschätzung der Commerzbank den Dollar schwächen. Sollte die Fed dagegen sehr vorsichtig agieren und die Umfänge der Anleihenkäufe lediglich monatlich beziffern, könnte das dem Greenback Rückenwind geben.

Der Rentenmarkt spielte im Vorfeld des Fed-Entscheids erneut die Rolle als sicherer Hafen. Der Bund-Future zog um bis zu 32 Ticks an auf 130,10 Zähler. Die zehnjährige Bundesanleihe rentierte mit 2,45 Prozent.

Dagegen kletterten die Risikoaufschläge für Anleihen der schuldengeplagten Länder Irland und Portugal weiter. Die Spreads für irische Bonds stiegen um elf auf 508 Basispunkte, für portugiesische um fünf auf 391 Basispunkte. „Es ist nicht so, dass die europäische Schuldenkrise insgesamt wieder in den Mittelpunkt rückt, aber immerhin sind Investoren so risikoavers, dass sie ihr Geld lieber in Bundesanleihen umschichten“, sagte ein Händler.

REUTERS

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