Devisenmarkt
Euro vor US-Arbeitsmarktdaten etwas schwächer

Der Euro hat am Freitag vor wichtigen US-Konjunkturdaten leicht an Wert verloren. Analysten rechneten damit, dass der Euro weiter unter Druck geraten könnte, sollte der US-Arbeitsmarktbericht am Nachmittag die Erwartungen der Analysten übertreffen.

HB FRANKFURT. Die Gemeinschaftswährung lag am Vormittag bei 1,2068 Dollar nach einem Kurs im späten US-Handel bei 1,2094 Dollar. „Die heutigen US-Daten dürften die jüngst aufgekommenen Spekulationen verstärken, wonach die US-Notenbank ein weiteres Mal an der Zinsschraube drehen wird“, erwartete Ulrich Wortberg von Helaba Trust. Er rechne daher zunächst mit der Fortsetzung der Dollar-Erholung, schrieb er in einem Marktkommentar.

Am Nachmittag (14.30 Uhr MEZ) steht der US-Arbeitsmarktbericht für Januar an. Börsianer erhoffen sich daraus weitere Hinweise auf den Zustand der weltgrößten Volkswirtschaft und die künftige Zinspolitik der US-Notenbank (Fed). Von Reuters befragte Analysten prognostizieren im Schnitt 240.000 neue Stellen in den USA außerhalb der Landwirtschaft.

Die Spanne der Schätzungen reicht von 170.000 bis 300.000. „Ein kräftiger Beschäftigungszuwachs in Verbindung mit einer weiter sinkenden Arbeitslosenquote könnte den Zinserhöhungsspekulationen weiteren Vorschub leisten“, prognostizierte auch Devisenanalyst Carsten Fritsch von der Commerzbank in einer Kurzstudie.

In den vergangenen Tagen hatten Spekulationen über eine weitere Zinserhöhung der US-Notenbank den Dollar unterstützt. Am Dienstag hatte die Fed den Leitzins um 25 Basispunkte auf 4,5 Prozent angehoben. Analysten rechnen damit, dass der Nachfolger von Alan Greenspan an der Spitze der Fed, Ben Bernanke, im März den Leitzins erneut um 25 Basispunkte anheben wird.

Für die Euro-Zone rechnen Analysten auch nach Kommentaren von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet am Donnerstag mit einer Zinserhöhung im März. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte am Vortag den Leitzins in der Euro-Zone unverändert bei 2,25 Prozent gelassen. Trichet hatte in seiner anschließenden Erklärung mehrfach auf die Wachsamkeit der EZB hingewiesen. Das war an den Finanzmärkten als Hinweis auf eine demnächst Zinserhöhung interpretiert worden.

Zum Yen notierte der Dollar bei 118,52 Yen nach 118,54 Yen am Vorabend. Die US-Währung lag zum Schweizer Franken bei 1,2884 Franken nach 1,2846 Franken zum Handelsschluss in Zürich am Donnerstag.

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