Devisenmarkt
Eurokurs pendelt um 1,336 Dollar

Die europäische Gemeinschaftswährung hat sich am Dienstag behauptet. Die Anleger am Devisenmarkt waren angesichts der dünnen Nachrichtenlage allerdings auch zurückhaltend. Unter Druck war dagegen der Yen.

HB FRANKFURT. Der Euro pendelte in einer engen Handelsspanne um 1,3360 Dollar. „Die Leute agieren im Moment sehr vorsichtig“, sagte ein Händler. „Zum einen nähern sich die Osterfeiertage, und im Vorfeld versucht jeder seine Positionen glatt zu stellen. Zum anderen kommt aber am Freitag der Arbeitsmarktbericht aus den USA, der zur Einschätzung der US-Wirtschaft doch gewöhnlich wichtige Hinweise gibt.“

Konjunkturdaten aus der weltgrößten Volkswirtschaft werden zur Zeit besonders aufmerksam verfolgt. Angesichts der Krise im Immobiliensektor und der nachlassenden Wirtschaftsdynamik sagen viele Analysten voraus, dass der nächste Zinsschritt der US-Notenbank (Fed) eine Senkung sein werde. Unklarheit besteht allerdings über den Zeitpunkt. „Während die Fed zwischen den Stühlen sitzt und nicht so recht zu wissen scheint, ob sie lieber den Inflationsgefahren begegnen oder doch konjunkturunterstützend tätig werden soll, arbeiten die europäischen Notenbanker stringent an ihrem Wording für steigende Leitzinsen“, kommentierten die Analysten der NordLB in einem Marktkommentar die jüngsten Zuschläge beim Euro. Der Leitzins in der Euro-Zone liegt aktuell bei 3,75 Prozent, und Experten erwarten noch mindestens eine weitere Anhebung. In den USA hält die Fed den Leitzins seit Juni vergangenen Jahres konstant bei 5,25 Prozent.

Die EZB legte den Referenzwert des Euro mit 1,3358 (Vortag: 1,3366) fest. Im Referenzkursverfahren der Banken EuroFX wurde der Wert mit 1,3362 (1,3354) Dollar ermittelt.

Zum japanischen Yen stieg der Euro um 0,7 Prozent bis auf 158,68 Yen und damit den höchsten Stand seit fünf Wochen. Der Dollar stieg um 0,8 Prozent auf 118,80 Yen. Auslöser der Yen-Verkäufe war Händlern zufolge eine hohe Nachfrage am asiatischen Aktienmarkt, die eine wieder wachsende Risikobereitschaft der Anleger belege. Entsprechend trauten sich auch wieder mehr Investoren, als riskant geltende Carry Trades einzugehen. Bei diesen Geschäften werden Gelder in niedrig verzinsten Währungen aufgenommen und in höher verzinsten Währungen angelegt. „Es wäre voreilig, auf einen festeren Yen zu setzen“, sagte ein Händler. „Die Kombination aus lockerer Geldpolitik und starken Abflüssen wird den Yen weiter schwächen.“ Der Leitzins in Japan liegt bei 0,5 Prozent.

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