Devisenmarkt
Eurokurs unter Druck

dpa-afx FRANKFURT. Das unerwartet kräftige Umsatzplus der amerikanischen Einzelhändler hat am Freitag Spekulationen über eine weitere Zinserhöhung in den USA ausgelöst und den Euro unter Druck gesetzt. Die Gemeinschaftswährung kostete am Nachmittag 1,2 730 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2 775 (Donnerstag: 1,2 857) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7 828 (0,7 778) Euro.

"Die Frage ist: Hat die US-Notenbank ihre Zinsrunde beendet oder nur eine Pause eingelegt?", sagte Devisenexperte Bastian Hepperle von der WestLB. Inzwischen seien wieder mehr als 40 Prozent der Marktteilnehmer der Ansicht, dass die Notenbank im August nur eine Pause eingelegt habe und im September nochmals an der Zinsschraube drehen werden.

Der US-Einzelhandelsumsatz kletterte im Juli um 1,4 Prozent zum Vormonat. Volkswirte hatten ein Plus von 1,0 Prozent erwartet. "Das war ein starker Auftakt für den privaten Konsum im dritten Quartal", sagte Hepperle. Für weitere Zinsschritte spreche zudem der unerwartet kräftige Anstieg der Preise für importierte Waren und Güter in den USA, der die Inflationsängste geschürt habe.

Wegen Inflationgefahren hatte die US-Notenbank ihren Leitzins 17. Mal in Folge auf aktuell 5,25 Prozent angehoben, ehe sie diese Serie im August aus Sorge vor einer zu kräftigen Konjunkturabkühlung stoppte. Die steigenden Leitzinsen hatten den Dollar lange Zeit gestützt.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6 738 (0,6 752) britische Pfund, 148,21 (147,62) japanische Yen und 1,5 798 (1,5 768) Schweizer Franken fest.

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