Devisenmarkt
Schweizerische Nationalbank will Franken schwächen

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) will mit aller Macht eine Aufwertung des Schweizer Franken verhindern und wird deshalb am Devisenmarkt aktiv. Denn unter einem teuren Franken leidet die Schweizer Wirtschaft.

ZürichDie Schweizerische Nationalbank (SNB) will zur Schwächung des Franken auch künftig am Devisenmarkt aktiv werden. Um den Franken zu schwächen, kauft die Nationalbank beispielsweise Euro. In den vergangenen fünf Jahren hatten diese Interventionen die Bilanz der SNB auf zuletzt gut 600 Milliarden Franken mehr als verdoppelt.

"Wir sind überzeugt, dass die Interventionen ihren Zweck erfüllen", sagte SNB-Chef Thomas Jordan in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview der "Handelszeitung". Die Währungshüter seien bereit, dafür auch in Zukunft die Bilanz der SNB einzusetzen. Eine Obergrenze für deren Ausweitung gebe es dabei nicht.

Ihre Aktivitäten am Devisenmarkt hatte die SNB zuletzt im Juni öffentlich gemacht, als sich Griechenlands Schuldenkrise dramatisch zugespitzt und der Euro zum Franken an Wert verloren hatte. Diese Frage könnte bald wieder aktuell werden, wenn die EZB wie von vielen erwartet ihr Anleihen-Kaufprogramm massiv ausweitet oder die Zinsen senkt.

Das dürfte nach Einschätzung von Experten den Euro erneut schwächen und könnte die SNB zum Eingreifen zwingen, um einen Franken-Höhenflug zu verhindern. Die Schweizer Währungshüter kommen am 10. Dezember - eine Woche nach der EZB-Ratsitzung - zu ihrer Lagebeurteilung zusammen.

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