Devisenmarkt
Starker Dollar, schwacher Yen

Die Woche beginnt auf dem Devisenmarkt ungefähr so, wie sie aufgehört hat: Der Yen lässt weiter nach, der Dollar verteuert sich. Das aktuelle G7-Treffen ist mitverantwortlich für die Bewegung bei den Währungen.
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TokioDer Yen hat seine Talfahrt am Montag fortgesetzt: Der Dollar stieg bis auf 102,14 Yen, den höchsten Stand seit Oktober 2008. Händlern zufolge sehen sich Investoren nach dem G7-Treffen am Wochenende darin bestätigt, dass die ultralockere Geldpolitik der japanischen Notenbanken anhalten wird. Die sieben führenden westlichen Industrieländer hatten eine deutliche Kritik an dem Kursrutsch der japanischen Währung vermieden, mit der sich das Land Vorteile gegen die Konkurrenten aus den USA, Deutschland und anderen Ländern an den Weltmärkten verschafft.

Die Bank of Japan hat ihre Geldschleusen derzeit weit geöffnet: Die Währungshüter wollen in weniger als zwei Jahren 1,4 Billionen Dollar in den Kreislauf pumpen, um der heimischen Wirtschaft auf die Beine zu helfen und die hartnäckige Deflation zu bekämpfen. Analysten sind sich allerdings uneins darüber, wie stark die japanische Landeswährung noch abwerten wird, nachdem der Dollar in der vergangenen Woche die 100-Yen-Marke übersprungen hat. Dass der Dollar so stark gestiegen sei, habe vor allem an den zuletzt guten US-Arbeitsmarktdaten gelegen und nicht unbedingt an der anhaltend lockeren Geldpolitik der japanischen Notenbank, erklärten Händler. „Erreicht der Dollar erst einmal die 105 Yen, könnten die Investoren auch umschwenken, weil sie den Yen dann als zu schwach empfinden”, sagt ein Experte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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