Devisenmarkt
US-Konjunkturdaten lassen Euro leicht abrutschen

Während die überraschend guten US-Konjunkturdaten dem Dollar Auftrieb geben, rutscht der Euro leicht ab. Zusätzlich belastet wurde der Euro durch Spekulation um mögliche Zinssenkungen der EZB.
  • 4

FrankfurtUnerwartet gute US-Konjunkturdaten haben am Mittwoch dem Dollar neuen Schwung gegeben. Zum Yen stieg die US-Währung auf 93,58 Yen, nachdem sie am Vorabend bei 93,28 Yen notiert hatte. Entsprechend geriet der Euro unter Druck und fiel zeitweise auf 1,2990 Dollar. Die EZB hatte den Referenzwert am frühen Nachmittag noch mit 1,3035 Dollar festgelegt. In den USA waren die Industrieaufträge im Januar zwar um zwei Prozent gefallen. Doch war das weniger stark als von Analysten mit im Schnitt minus 2,2 Prozent erwartet. Schon zuvor waren die Job-Daten der US-Privatwirtschaft veröffentlicht worden. Auch sie waren im Februar besser als erwartet ausgefallen.

„In der Breite sind die Zahlen durchaus als robust zu werten und stehen einer moderaten Wachstumserwartung nicht entgegen", erläuterte Helaba-Analyst Ralf Umlauf mit Blick auf die Auftragszahlen der Industrie. Negative Auswirkungen des ungelösten Haushaltsstreits und der automatischen Ausgabenkürzungen dürften erst in den kommenden Monaten bei den Arbeitsmarktdaten sichtbar werden, fügte er hinzu.

Der Euro wurde zudem von Spekulationen belastet, die EZB könnte bei ihrer Sitzung am Donnerstag die Weichen für Zinssenkungen im Jahresverlauf stellen. Die Notenbank dürfte die Leitzinsen am Donnerstag zwar unverändert beim Rekordtief von 0,75 Prozent belassen. Doch setzten einige Anleger darauf, dass EZB-Chef Mario Draghi bei der anschließenden Pressekonferenz eine weitere Lockerung der Geldpolitik in Aussicht stellen könnte. Die Projektionen der EZB über das weitere Wirtschaftswachstum und die Inflation dürften den Währungshütern jedenfalls entsprechenden Spielraum geben, vermuteten Händler.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Devisenmarkt: US-Konjunkturdaten lassen Euro leicht abrutschen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • DRAGHI will mit allen Mtteln das Vertrauen in den faulen EURO aufrechterhalten.

  • Draghi muss endlich verstehen, dass der EURO für die PIGS-Staaten zu teuer ist.

  • Nein, die Milliarden verpuffen nicht im Nirwana. Die werden in den Parties der Club-Med-Länder auf den Kopf gehauen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%