Devisenmarkt
US-Zinsspekulationen geben Euro Auftrieb

Spekulationen auf ein baldiges Ende der Zinserhöhungen in den USA haben am Donnerstag den Euro wieder in die Höhe getrieben. Der Euro kostete am Nachmittag 1,2732 Dollar, nachdem er am Vortag im europäischen Handel noch unter 1,26 Dollar gelegen hatte.

HB FRANKFURT. Die Europäische Zentralbank (EZB) bestimmte den Referenzkurs am Nachmittag mit 1,2737 Dollar, nachdem sie ihn am Mittwoch noch bei 1,2587 Dollar festgelegt hatte.

„Das US-Beige-Book unterstreicht die Wachstumsverlangsamung in den USA, so dass die Zinserwartungen für August zurückgeschraubt wurden“, begründete Analystin Antje Praefcke von der Commerzbank die Kursgewinne. In dem am Mittwochabend veröffentlichten Wirtschaftsbericht sieht die US-Notenbank (Fed) in einigen Regionen des Landes Anzeichen für ein Abkühlen der Konjunktur.

An den Finanzmärkten wurde der Bericht als Hinweis auf ein baldiges Ende der US-Zinserhöhungen gedeutet. In den vergangenen beiden Jahren hat die Fed siebzehnmal in Folge den Schlüsselzins bis auf nunmehr 5,25 Prozent angehoben. Die Zinserhöhungen hatten den Dollar unterstützt, da der Renditevorsprung, beispielsweise zur Euro-Zone, US-Anlagen für die Investoren attraktiver macht. Derzeit rätseln die Anleger, ob die Notenbank der weltgrößten Volkswirtschaft im August die Leitzinsen noch einmal erhöhen wird oder nicht. Die Fed hatte immer wieder betont, ihre weitere Zinspolitik von Daten zur Wirtschafts- und Preisentwicklung abhängig zu machen.

Am Nachmittag gab der Euro zeitweise dann auch leicht nach, nachdem in den USA sowohl der Auftragseingang für langlebige Güter als auch die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe besser als von Analysten prognostiziert ausgefallen waren.

Im Referenzkursverfahren der Banken (EuroFX) wurde der Euro mit 1,2747 (Mittwoch 1,2593) Dollar festgezurrt.

Der Dollar notierte am Nachmittag zum Yen bei rund 115,74 Yen nach 116,29 Yen am Vorabend in New York.

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