Devisenmarkt
Zinserwartungen erhöhen Druck auf den Euro

Es sieht so aus, als ob die Reise des Euro weiter nach unten ginge. Der Leitzins wird wohl von der Europäischen Zentralbank abgesenkt. Und dann ist da ja noch die Risikoaversion der Investoren.

FRANKFURT. Der Euro dürfte diese Woche seinen Abwärtstrend zum Dollar fortsetzen. Devisenexperten wie Marcus Hettinger von Credit Suisse rechnen damit, dass eine voraussichtliche Leitzinssenkung durch die Europäischen Zentralbank (siehe Anleihen) den Druck auf den Euro erhöht. Als wichtiges Element an den Devisenmärkten sieht Helaba-Experte Ulrich Wortberg auch die Risikoaversion der Investoren. Die erhöhte Unsicherheit der Anleger komme dem Dollar zu Gute, schrieb er in einer Studie.

Von den Konjunkturdaten im Euroraum ist diese Woche wenig Gutes zu erwarten. So ist das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal um 1,5 Prozent gesunken, schätzen von Bloomberg befragte Volkswirte. Die Daten werden am Donnerstag veröffentlicht. Hettinger geht davon aus, dass der Euro im Wochenverlauf auf 1,25 Dollar fällt. Am Freitagabend wurde die europäische Gemeinschaftswährung bei rund 1,27 Dollar gehandelt. Damit war sie 0,4 Prozent billiger als am Vortag. Seit Jahresbeginn hat der Euro zum Greenback bereits zehn Prozent eingebüßt. Das war der schlechteste Start in ein neues Jahr seit der Einführung des Euro im Jahr 1999.

Eine Leitzinsentscheidung steht diese Woche auch in Großbritannien an. Marktbeobachter rechnen damit, dass die Bank of England den Zins auf 0,5 Prozent halbieren wird.

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