Devisenmarkt
Zinsspekulationen setzen Euro unter Druck

dpa-afx FRANKFURT. Spekulationen über weiter steigende Leitzinsen in den USA haben den Eurokurs am Montag unter Druck gesetzt. Die Gemeinschaftswährung kostete am Nachmittag 1,2 090 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2082 (Freitag: 1,2 172) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8 277 (0,8 216) Euro.

Angesichts der erwarteten Konjunkturerholung zu Jahresbeginn rechnen Experten mit weiteren Zinserhöhungen in den USA. "Da der hohe Ölpreis weiterhin Inflationsrisiken birgt, spricht einiges für einen erneuten Zinsschritt im März", sagte Devisenexperte Björn Bender von Helabatrust.

Nach mehr als 18 Jahren im Amt leitet Alan Greenspan an diesem Dienstag zum letzten Mal die Zinssitzung der amerikanischen Notenbank (Fed). Volkswirte rechnen mit der 14. Zinserhöhung in Folge um 0,25 Prozentpunkte auf dann 4,5 Prozent. In ihrer Begründung werde die Fed möglicherweise einen weiteren Zinsschritt im Frühjahr andeuten, sagte Bender.

Vor allem wegen des gewachsenen Zinsabstandes zu den USA hat der Eurokurs im vergangenen Jahr rund 15 Prozent zum Dollar verloren. Die US-Notenbank hatte ihren Leitzins 2005 insgesamt acht Mal auf jetzt 4,25 Prozent angehoben, die EZB nur ein Mal von 2,00 auf 2,25 Prozent. Der höhere Leitzins lockt Kapital in die USA und stützt damit die US-Währung.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,68 365 (0,68 460) britische Pfund , 141,99 (142,19) japanische Yen und 1,5 555 (1,5 526) Schweizer Franken fest.

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