Devisenskandal
Banken müssen zwei weitere Milliarden zahlen

Weil ihre Händler an Devisenkursen schraubten, müssen Großbanken Milliardenstrafen zahlen. Zwei Milliarden US-Dollar müssen neun Geldhäuser nun an Geschädigte überweisen. Und der Skandal ist noch nicht ausgestanden.
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New YorkDer Skandal um manipulierte Devisenkurse kommt internationale Großbanken immer teurer zu stehen. Neun Geldhäuser müssen im Rahmen eines Vergleichs mit Investoren insgesamt rund zwei Milliarden Dollar bezahlen, teilte ein Anwalt der Kläger am Donnerstag mit. Zu den betroffenen Geldhäusern zählen unter anderen HSBC, Barclays, BNP Paribas und Goldman Sachs.

Es ist nicht sicher bekannt, welche Summe auf jedes einzelne Kreditinstitut entfällt. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte, dass Goldman Sachs 129,5 Millionen Dollar auf den Tisch legen müsse. Ein Insider erklärte am Donnerstag, BNP Paribas habe der Zahlung von 115 Millionen Dollar zugestimmt. Medienberichten von Juni zufolge lautet die Summe für HSBC 285 Millionen Dollar und Barclays 375 Millionen Dollar. Eine Bestätigung der Institute lag nicht vor.

Die Banken sollen am bislang wenig überwachten Devisenmarkt, an dem täglich fünf Billionen Dollar umgesetzt werden, getrickst haben. Die Ermittler sahen es als erwiesen an, dass Händler in den betroffenen Instituten versucht haben, an wichtigen Kursen zu schrauben, um eigene Gewinne einzustreichen.

Im Mai mussten in dem Devisenskandal fünf Geldhäuser zusammen 5,7 Milliarden Dollar an die US-Behörden bezahlen. An dem jüngsten Vergleich waren die britischen Institute Barclays und Royal Bank of Scotland, sowie JP Morgan und Citigroup aus den USA beteiligt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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