Devisenzuflüsse: Mexikanischer Peso gewinnt an Wert

Devisenzuflüsse
Mexikanischer Peso gewinnt an Wert

Der mexikanische Peso hat zu Jahresbeginn seinen Aufwärtstrend der vergangenen Monate mit kräftiger Tendenz fortgesetzt. Die Währung des Schwellenlandes bewegt sich derzeit um rund 10,50 Peso zum Dollar und hat damit in den vergangenen dreizehn Monaten gegenüber der US-Währung gut acht Prozent an Wert gewonnen. Damit ist die mexikanische Währung neben dem brasilianischen Real und dem kolumbianischen Peso eine der wenigen Währungen, die im vergangenen Jahr gegenüber dem Dollar Boden gut machen konnte.

MEXIKO-STADT. Nach Meinung der Finanzexperten wird der Peso das ganze Jahr fest tendieren. Verantwortlich dafür seien vor allem die anhaltend hohen Devisenzuflüsse in das mittelamerikanische Land. „Der Peso wird von dem hohen Angebot an Liquidität in Dollar gestützt“, sagt Giselher Foeth, Finanzexperte der deutsch-mexikanischen Handelskammer Camexa.

2005 sind dreistellige Milliardenbeträge nach Mexiko geflossen. Allein der Verkauf von Rohöl spülte rund 25 Mrd. Dollar in die Staatskasse. Zudem haben die Überweisungen der Auslandsmexikaner (20 Mrd. Dollar) und die Einnahmen aus dem Tourismus (11 Mrd. Dollar) neue Rekorde erreicht. Überdies war Mexiko nach Angaben der UN-Organisation für Handel und Entwicklung UNCTAD mit 17 Mrd. Dollar größter Empfänger ausländischer Direktinvestitionen in Lateinamerika und viertgrößter weltweit. „Ein Ende dieser positiven Tendenz in all diesen Bereichen ist nicht abzusehen“, sagt Alejandro Garza, Investmentberater bei NSC Asesores in Mexiko-Stadt.

Selbst die Präsidentschaftswahl werde dem Peso nicht nachhaltig schaden, sind sich die Analysten sicher. Zwar könne der Peso vorübergehend an Stärke verlieren, wenn sich der Linkskandidat Andrés Manuel López Obrador bei der Wahl im Juli durchsetzen sollte, sagt Alejandro Garza. „Aber Mexiko ist weder Venezuela noch Bolivien. Wir haben solide und funktionierende Institutionen und hervorragende makroökonomische Basisdaten“. Diese These stützt auch Felipe Illanes von Merrill Lynch. Die Abstimmung sei kein Faktor, der wie in früheren Jahren eine Finanzkrise auslösen könnte. „Die mexikanische Währung wird die Wahl erfolgreich überstehen und am Jahresende bei 10,40 Peso zum US-Dollar stehen“, schätzt der Merrill-Lynch-Analyst.

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